Start Allgemeines PICCOR AG – FINMA setzt Untersuchungsbeauftragte ein – hoppla, doch nicht?

PICCOR AG – FINMA setzt Untersuchungsbeauftragte ein – hoppla, doch nicht?

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Bei der seit der Demission des Verwaltungsrats Peter Züllig im September dieses Jahres offenbar führungslos dahin treibenden PICCOR AG tun sich bemerkenswerte Dinge. Im Sinne von des Bemerkens  würdig:

Am 13.11.:

Mit Meldungsnumer HR02-1004496459 Publikationsnummer SHAB – 13.11.2018 ist in der Rubrik Handelsregistereintragungen des Schweizerischen Handelsamtsblatts SHAB von einem beherzten Durchgreifen der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA zu lesen:

„… Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat mit superprovisorischer Verfügung vom 19.10.2018, Rechtsanwältin Tatjana von Kameke, REBER Rechtsanwälte KlG, Utoquai 43, Postfach, 8008 Zürich als Untersuchungsbeauftragte eingesetzt. Die Untersuchungsbeauftragte wird ermächtigt, anstelle der Organe für die Gesellschaft allein zu handeln. …“

Endlich!, so wird mancher Anleger der PICCOR und PICCOX rufen, endlich greifen die Schweizer durch und schneiden tief in das Geschwür im Herzen des PICCOR-PICCOX Komplexes hinein. Wie heisst es auf der Internetseite der FINMA:

„… Ein Untersuchungsbeauftragter wird eingesetzt, um im Rahmen eines Enforcementverfahrens einen aufsichtsrechtlich relevanten Sachverhalt abzuklären oder von der FINMA angeordnete aufsichtsrechtliche Massnahmen umzusetzen. …“

Nun müsste Frau von Kameke in Erfüllung ihrer Aufgabe sicher eng mit der Schweizer Staatsanwaltschaft zusammen arbeiten, denn dort stehen, wie uns glaubhaft versichert wurde, mittlerweile die Akten der PICCOR AG. Das kann ja nur von Vorteil sein, so denkt der Anleger erfreut.

Doch halt! Haben wir uns zu früh gefreut?

Am 16.11., nur drei Tage später:

Mit Publikationsdatum SHAB – 16.11.2018 heisst es unter Meldungsnummer: HR02-1004499430:

„… Berichtigung des im SHAB vom 13.11.2018, Nr. 220, publizierten Tagesregistereintrages Nr. 15’842 vom 08.11.2018 Piccor AG, in Baar, CHE-109.587.523, Aktiengesellschaft (SHAB Nr. 220 vom 13.11.2018, Publ. 1004496459). [nicht: Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat mit superprovisorischer Verfügung vom 19.10.2018, Rechtsanwäl-tin Tatjana von Kameke, REBER Rechtsanwälte KlG, Utoquai 43, Postfach, 8008 Zürich als Untersuchungsbeauftragte eingesetzt. …“

Also doch keine Untersuchungsbeauftragte? Kommando zurück? Ja, Nein, Oh!, wie der Komiker Louis de Funes immer rief?

Will man die PICCOR AG weiter führungslos vor sich hin treiben lassen? Wir wollen es nicht glauben.

Ein Sprecher der IG PICAM PICCOR PICCOX Anleger e.V. zu dem Sachverhalt: „Hier lässt sich die Hand der FINMA bei der Aufklärung der PICCOR-Affäre erkennen. Offenbar ist man dort aufsichtsrechtlich zu dem Entschluss gelangt, dass Durchgreifen notwendig ist. Ob das Hin und Her im Handelsregister auf vorschnellem Handeln einzelner Personen beruht oder verfrüht sichtbar gewordener Teil einer größeren Planung ist, wird man sehen. Wir werden mit den zuständigen Personen bei der FINMA dazu Kontakt aufnehmen. Wir hätten die Einsetzung einer Untersuchungsbeauftragten zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich begrüßt.“

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