Startseite Allgemeines Oberster Gerichtshof der USA stärkt Trump-Regierung im Streit um Migrantenabschiebung
Allgemeines

Oberster Gerichtshof der USA stärkt Trump-Regierung im Streit um Migrantenabschiebung

QuinceCreative (CC0), Pixabay
Teilen

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat am 3. Juli zugunsten der Trump-Regierung entschieden und damit den Weg für die Abschiebung von acht Migranten nach Südsudan freigemacht. Die Männer waren auf einer US-Militärbasis in Dschibuti festgehalten worden.

Die Entscheidung betrifft einen Streit zwischen der Trump-Regierung und dem Bundesrichter Brian Murphy in Boston. Dieser hatte zuvor geurteilt, dass die Migranten ein Recht auf Anhörung hätten, um darzulegen, dass ihnen bei einer Abschiebung in ein Drittland wie Südsudan Folter oder Verfolgung drohe. Die Regierung hatte dieses Urteil missachtet, was Murphy als „rechtswidrig“ bezeichnete.

Der Supreme Court hatte bereits am 23. Juni Murphys ursprüngliches Urteil vorläufig außer Kraft gesetzt. Nun urteilte die Mehrheit der Richter, dass Murphy keine einstweilige Verfügung mehr durchsetzen könne, die „durch unsere Anordnung unanwendbar wurde.“

Kritik aus dem liberalen Lager

Die Richterinnen Sonia Sotomayor und Ketanji Brown Jackson stimmten gegen die Entscheidung. In ihrer abweichenden Meinung kritisierte Sotomayor, die Regierung missachte offen gerichtliche Anordnungen und werde nun auch noch dafür belohnt:

„Andere Kläger müssen sich an Regeln halten, aber die Regierung hat das Höchstgericht offenbar in der Kurzwahl.“

Den Antrag der Regierung, Richter Murphy ganz von dem Fall abzuziehen, lehnte das Gericht jedoch ab.

Regierung: Entscheidung stärkt Rechtsstaat

Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, begrüßte die Entscheidung scharf:

„Diese kranken Typen werden bis zum Unabhängigkeitstag in Südsudan sein. Ein Sieg für Recht und Ordnung, sowie für die Sicherheit der Amerikaner.“

Die Migrantenanwälte hingegen warnten, dass das Urteil ein gefährlicher Präzedenzfall sei: Es könne bedeuten, dass die Regierung gerichtliche Auflagen durch bloße Verzögerung oder Missachtung umgehen könne.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Auch die unkaputtbare Einkaufstasche muss ins Duale System

Eine Tragetasche bleibt eine Verpackung – selbst dann, wenn sie gefühlt länger...

Allgemeines

Seeluft schön und gut – aber die Schule in Recklinghausen braucht ihre Lehrerin

Eine Grundschullehrerin aus dem Kreis Recklinghausen wollte nach Ostfriesland ziehen, dort arbeiten...

Allgemeines

William und Kate besuchen Commonwealth Games mit ihren drei Kindern

Prinz William und Prinzessin Kate haben die Commonwealth Games 2026 gemeinsam mit...

Allgemeines

Mehrere Tote nach Schüssen vor In-N-Out-Restaurant im US-Bundesstaat Idaho

Im US-Bundesstaat Idaho sind bei einer Schießerei vor einem In-N-Out-Burger-Restaurant in der...