Die Stimmung in den USA kippt offenbar weiter. Laut einer neuen CBS-/YouGov-Umfrage sehen viele Amerikaner die Wirtschaft inzwischen als „angeschlagen“ und „unsicher“. Besonders problematisch für Präsident Donald Trump:
Seine Zustimmungswerte beim Thema Inflation fallen auf den niedrigsten Stand seiner zweiten Amtszeit.
Nur noch 27 Prozent der Befragten sind mit Trumps Umgang mit der Inflation zufrieden. Selbst unter Republikanern bröckelt die Unterstützung deutlich.
Preise steigen weiter
Die Sorgen vieler Amerikaner kommen nicht von ungefähr:
Die Inflation erreichte im April den höchsten Stand seit 2023. Vor allem die explodierenden Energiepreise belasten die Menschen massiv.
Die Benzinpreise stiegen allein im April um 5,4 Prozent, nachdem sie bereits im März um über 21 Prozent nach oben geschossen waren. Im Jahresvergleich liegen die Spritpreise inzwischen fast 30 Prozent höher.
Für viele Familien wird das zum echten Problem:
59 Prozent der Befragten sagen, dass die Benzinkosten eine finanzielle Belastung darstellen.
Viele geben Trump die Schuld
Besonders kritisch:
65 Prozent der Teilnehmer glauben, dass Trumps Politik die Wirtschaft kurzfristig verschlechtert. Selbst langfristig sehen viele Amerikaner die Entwicklung skeptisch.
Die häufigsten Gefühle gegenüber der aktuellen Wirtschaftspolitik:
- Frustration,
- Wut,
- Unsicherheit.
Iran-Krieg belastet zusätzlich
Auch die Spannungen rund um den Iran-Krieg sorgen für Nervosität. Die Blockade der Straße von Hormus hat den Ölmarkt massiv unter Druck gesetzt.
Fast 70 Prozent der Befragten sagen zudem, dass sie die Lage im Nahen Osten nicht mehr richtig nachvollziehen können.
Für zusätzlichen Ärger sorgte Trumps Aussage, er denke bei möglichen Verhandlungen über den Krieg „nicht einmal ansatzweise“ an die finanzielle Situation der Amerikaner.
Wirtschaft wird für Trump zum Problem
Dabei galt die Wirtschaft lange als größte politische Stärke Trumps. Doch steigende Preise, hohe Energiekosten und die wachsende Unsicherheit scheinen dieses Bild zunehmend zu beschädigen.
Gerade für viele normale Amerikaner zählt inzwischen weniger die große geopolitische Strategie – sondern vielmehr die Frage:
Wie soll man den Alltag noch bezahlen?
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