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Neue Eskalation zwischen USA und Iran: Raketen- und Drohnenangriffe nach US-Schlag auf Larak

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Nach mehr als einem Monat relativer militärischer Ruhe haben sich die USA und der Iran erneut gegenseitig angegriffen. Auslöser war ein US-Militärschlag auf die iranische Insel Larak nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters griffen amerikanische Streitkräfte dort zwei iranische Raketenwerfer an. Die USA hätten beobachtet, wie iranische Kräfte Vorbereitungen getroffen hätten, Raketen mit Minen in Richtung der Straße von Hormus abzufeuern.

Kurz darauf kündigten die iranischen Revolutionsgarden Vergeltung an. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden Raketen und Drohnen gegen zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien eingesetzt.

Das jordanische Militär teilte mit, insgesamt acht Raketen im eigenen Luftraum abgefangen und zerstört zu haben. Schäden oder Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Iran spricht von Opfern auf Larak

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zuvor, der US-Angriff auf Larak habe Opfer unter iranischen Soldaten und Zivilisten gefordert. Unabhängig bestätigt wurden diese Angaben zunächst nicht.

Ein Sprecher der Revolutionsgarden bezeichnete den amerikanischen Angriff als „strategischen und tödlichen Fehler“.

Die USA wiederum betonten, ihre Streitkräfte würden die Region weiterhin genau beobachten und seien bereit, den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu schützen.

Straße von Hormus bleibt zentraler Konfliktpunkt

Larak liegt unmittelbar an der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Handels- und Energierouten der Welt. Ein erheblicher Teil der globalen Öltransporte passiert die Meerenge.

Nach Angaben der Trump-Regierung hatte das US-Militär erst in der vergangenen Woche Minen aus den internationalen Schifffahrtswegen entfernt. Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Schiffe oder Boote, die neue Minen ausbringen, würden von den USA „sofort und systematisch“ zerstört.

Parallel versuchen Iran und Oman weiterhin, eine Vereinbarung zur Wiederherstellung eines möglichst sicheren Schiffsverkehrs durch die Meerenge zu erreichen. Auch Katar unterstützt die Gespräche.

Erste US-Angriffe auf Iran seit Ende Juli

Der Angriff auf Larak war der erste direkte US-Schlag gegen iranische Ziele seit dem 29. Juli. Damals hatte Washington nach einem mutmaßlichen Angriff auf amerikanische Militärstellungen eine größere Angriffswelle durchgeführt.

Das Weiße Haus erklärte zuletzt, zwischen den USA und Iran liefen derzeit keine direkten Verhandlungen über den inzwischen seit sechs Monaten andauernden Konflikt.

In den vergangenen Wochen hatte Trump stärker auf wirtschaftlichen Druck gesetzt. Das US-Finanzministerium kündigte zusätzliche Sanktionen gegen Staaten und Unternehmen an, die ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Iran nicht reduzieren.

Ölpreise reagieren sofort

Die neue militärische Eskalation hatte unmittelbare Folgen an den Energiemärkten.

Der Preis für die internationale Referenzsorte Brent stieg nach Bekanntwerden der Angriffe um rund 2,8 Prozent auf 90,57 Dollar je Barrel. US-Rohöl verteuerte sich um etwa 2,7 Prozent auf 85,64 Dollar.

Damit zeigt sich erneut, wie schnell militärische Spannungen rund um die Straße von Hormus Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte haben können.

Die entscheidende Frage ist nun, ob beide Seiten die Angriffe als begrenzte Vergeltung betrachten – oder ob nach mehr als einem Monat relativer Ruhe eine neue Phase der militärischen Eskalation beginnt.

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