Der ehemalige Basketballprofi und erste offen homosexuelle aktive Spieler einer großen US-Profiliga ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Wie seine Familie mitteilte, erlag er einem Glioblastom – einer besonders aggressiven Form von Hirnkrebs.
Die Krankheit war erst im vergangenen Jahr öffentlich geworden. Der frühere NBA-Spieler hatte damals erklärt, der Tumor sei nicht operierbar und breite sich „wie ein Monster mit Tentakeln“ in seinem Gehirn aus. Ärzte hätten ihm ohne Behandlung nur wenige Monate gegeben.
Mehr als nur ein Basketballspieler
Der frühere Center spielte 13 Jahre lang in der NBA für mehrere Teams und gehörte zeitweise zu den prägenden Figuren erfolgreicher Mannschaften Anfang der 2000er-Jahre. Doch seine größte Bedeutung reichte weit über den Sport hinaus.
2013 schrieb er Geschichte, als er sich in einem viel beachteten Magazinbeitrag öffentlich als homosexuell bekannte – zu einer Zeit, als dies im amerikanischen Profisport noch als enormes Risiko galt. Mit seinem Satz „Ich bin schwarz und ich bin schwul“ wurde er zu einer Symbolfigur für Offenheit und Sichtbarkeit im Spitzensport.
Damals war gleichgeschlechtliche Ehe in den USA noch nicht landesweit legal, und viele fragten sich, ob ein Coming-out das Ende seiner Karriere bedeuten würde. Stattdessen kehrte er später noch einmal in die NBA zurück und wurde der erste offen homosexuelle aktive Spieler in einer der vier großen US-Profiligen.
Würdigungen aus Sport und Gesellschaft
Die NBA würdigte ihn als Menschen, der den Sport „inklusiver und offener“ gemacht habe. Auch ehemalige Teams, Trainer und Weggefährten betonten seinen Einfluss weit über das Spielfeld hinaus.
Er galt als ruhige, intelligente Persönlichkeit, die Barrieren durch Haltung statt Lautstärke durchbrochen habe. Mehrfach wurde er für seinen gesellschaftlichen Einfluss ausgezeichnet und zählte zeitweise zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der USA.
Kampf gegen eine aggressive Krankheit
Zuletzt hatte er offen über seine Krebsbehandlung gesprochen. Um das Wachstum des Tumors zu bremsen, erhielt er spezielle Medikamente und reiste für neue Therapieformen sogar nach Asien.
Das Glioblastom zählt zu den aggressivsten Hirntumoren überhaupt. Heilungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht, Behandlungen können das Fortschreiten meist nur verlangsamen.
Mit seinem öffentlichen Umgang sowohl mit seinem Coming-out als auch mit seiner Krankheit wurde er für viele Menschen zu einem Symbol für Offenheit und Mut – weit über den Basketball hinaus.
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