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Australiens Häuserkrise: Wenn selbst 13-Jährige schon den Immobilienmarkt fürchten

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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In Australien sorgen sich inzwischen selbst Teenager um ihre Chancen auf ein eigenes Zuhause. Während andere Jugendliche über Schule oder soziale Medien nachdenken, rechnen manche bereits aus, ob sie sich später jemals ein Haus leisten können – und kommen zu ernüchternden Ergebnissen.

Die Zahlen wirken tatsächlich drastisch: In vielen australischen Städten kosten Immobilien mittlerweile fast das Zehnfache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens. Vor rund 25 Jahren lag dieser Wert noch bei etwa einem Viertel davon. Gleichzeitig steigen auch die Mieten seit Jahren massiv an.

Häuser als Investment statt Zuhause

Die Ursachen sind vielfältig: Es wird zu wenig gebaut, Genehmigungen dauern lange und die Bevölkerung wächst schneller als der Wohnungsbestand. Doch zunehmend gerät auch das Steuersystem in die Kritik.

Über Jahrzehnte wurden Immobilieninvestitionen in Australien steuerlich stark begünstigt. Verluste aus vermieteten Immobilien konnten mit anderen Einkommen verrechnet werden, Gewinne beim Verkauf wurden nur teilweise besteuert. Kritiker sagen, dadurch seien Häuser immer stärker zu Spekulationsobjekten geworden.

Die Regierung will diese Steuervergünstigungen nun teilweise abschaffen. Künftig sollen bestimmte Vorteile nur noch für Neubauten gelten, außerdem sollen Gewinne stärker besteuert werden.

Streit zwischen den Generationen

Die Reformen spalten das Land. Viele jüngere Australier begrüßen die Änderungen und hoffen auf fairere Chancen am Wohnungsmarkt. Sie argumentieren, dass sich harte Arbeit längst nicht mehr automatisch auszahle und Wohneigentum für viele unerreichbar geworden sei.

Ältere Hausbesitzer und Investoren sehen das völlig anders. Sie verweisen darauf, dass auch frühere Generationen sparen, verzichten und weiter außerhalb der Städte wohnen mussten, um Eigentum erwerben zu können. Viele fürchten nun sinkende Immobilienwerte oder höhere Belastungen.

Experten warnen vor zu hohen Erwartungen

Fachleute halten die Steuerreformen zwar für einen Schritt in die richtige Richtung, sehen darin aber keine Lösung der eigentlichen Krise. Entscheidend sei vor allem, schneller und mehr Wohnraum zu schaffen.

Denn trotz aller politischen Debatten bleibt das Grundproblem simpel: Es gibt nicht genug Häuser für die Nachfrage.

Bauvorschriften, langwierige Genehmigungen und hohe Kosten bremsen den Wohnungsbau seit Jahren aus. Die Folge ist ein Markt, der für viele junge Menschen zunehmend unerreichbar wirkt.

Der „australische Traum“ verliert an Glaubwürdigkeit

Besonders alarmierend erscheint vielen Beobachtern, dass bereits Jugendliche das Vertrauen verlieren, sich später ein eigenes Zuhause leisten zu können.

Der traditionelle Traum vom Haus mit Garten galt in Australien lange als selbstverständlich. Heute wird er für viele junge Menschen eher zu einer theoretischen Vorstellung aus wirtschaftlich besseren Zeiten.

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