Das spektakuläre Doppelmord-Urteil gegen den ehemaligen Star-Anwalt Alex Murdaugh ist aufgehoben worden. Der Oberste Gerichtshof von South Carolina erklärte am Dienstag die Verurteilung wegen Mordes für rechtswidrig und ordnete einen neuen Prozess an.
Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit unzulässiger Einflussnahme auf die Jury während des Verfahrens.
In dem einstimmigen Urteil kritisierte das Gericht insbesondere das Verhalten der damaligen Gerichtssekretärin Rebecca Hill. Diese habe während des Prozesses auf unzulässige Weise auf Geschworene eingewirkt.
Hill war während des aufsehenerregenden Verfahrens am Gericht tätig und veröffentlichte später ein Buch über den Fall.
Die Richter erklärten, die Einflussnahme sei außerhalb der Wahrnehmung des zuständigen Richters sowie der Anwälte erfolgt. Dennoch habe sie das Verfahren entscheidend belastet.
Wörtlich heißt es in der Entscheidung, man habe „keine andere Wahl“, als die Ablehnung eines neuen Prozesses aufzuheben.
Murdaugh war 2023 wegen des Mordes an seiner Ehefrau Maggie und seinem Sohn Paul zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt worden.
Die beiden waren im Juni 2021 auf dem Familienanwesen in South Carolina erschossen aufgefunden worden. Der Fall sorgte landesweit für enormes Medieninteresse, weil die Familie Murdaugh über Jahrzehnte zu den einflussreichsten Juristen-Dynastien des Bundesstaates gehörte.
Während des Prozesses hatte Murdaugh eingeräumt, Ermittler belogen zu haben. Er bestritt jedoch bis zuletzt, seine Frau und seinen Sohn getötet zu haben.
Die Anwälte des früheren Juristen hatten im Berufungsverfahren argumentiert, das gesamte Verfahren sei von Fehlern überschattet gewesen. Zudem hätten sich Ermittler zu früh ausschließlich auf Murdaugh als Täter festgelegt und andere mögliche Spuren nicht ausreichend verfolgt.
Murdaugh selbst brachte während des Prozesses auch einen Zusammenhang mit einem tödlichen Bootsunglück aus dem Jahr 2019 ins Spiel, an dem sein Sohn Paul beteiligt gewesen war.
Mit der Entscheidung des Supreme Courts muss der Fall nun erneut vor Gericht verhandelt werden. Wann ein neuer Prozess beginnt, ist bislang offen.
Der Fall dürfte die amerikanische Öffentlichkeit damit noch lange beschäftigen. Schon der erste Prozess hatte sich über mehr als fünf Wochen gezogen und weltweit Schlagzeilen gemacht.
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