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Knapp ein Jahr nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat UNO-Generalsekretär António Guterres vor einer Ausweitung des Konfliktes und dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt. „Im vergangenen Jahr haben wir nicht nur Leid und Verwüstung wachsen sehen, es wird auch immer deutlicher, wie viel schlimmer alles noch werden könnte“, sagte Guterres gestern zur Eröffnung einer Sondersitzung der UNO-Vollversammlung zum Jahrestag.

Die möglichen Folgen einer Konfliktspirale seien eine klare und gegenwärtige Gefahr, so Guterres weiter. „Inzwischen haben wir implizite Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen gehört. Der sogenannte taktische Einsatz von Atomwaffen ist absolut inakzeptabel.“ Es sei höchste Zeit, vom Abgrund zurückzutreten.

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Kurz vor dem Jahrestag der Invasion in die Ukraine am 24. Februar verstärkt die russische Armee nach Erkenntnissen Kiews ihre Truppen an verschiedenen Frontabschnitten. Das lasse auf unmittelbar bevorstehende neue Angriffe schließen, teilte der ukrainische Generalstab gestern mit.

Die russischen Streitkräfte konzentrierten ihre Hauptanstrengungen „auf Offensivoperationen in den Richtungen Kupjansk, Lyman, Bachmut, Awdijiwka und Schachtarsk“, heißt es in der Mitteilung der ukrainischen Militärführung.

Vor allem rund um Bachmut gebe es weiterhin schwere Kämpfe. Mit Hilfe seiner Luftaufklärung versuche das russische Militär, die Artillerieangriffe genauer zu koordinieren. Bei Awdijiwka und Schachtarsk seien russische Angriffe abgewehrt worden.

Unterdessen haben russische Truppen nach Darstellung des ukrainischen Gouverneurs von Luhansk gestern vorübergehend die ukrainischen Linien nahe der Stadt Kreminna durchbrochen. Sie seien dann zurückgeschlagen worden und hätten einiges von ihrem schweren Gerät zurücklassen müssen, sagte Serhij Haidai dem ukrainischen Fernsehen. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

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SOS-Kinderdorf mit Sitz in Österreich weist Vorwürfe zurück, laut denen die internationale Hilfsorganisation in die Verschleppung ukrainischer Kinder durch Russland verstrickt sei. Das hatte das ZDF-Magazin „frontal“ berichtet. „Wir haben mit den Verschleppungen nichts zu tun. Wir machen unseren Job und helfen Kindern in Not“, sagte SOS-Kinderdorf-Sprecher Jakob Kramar-Schmid gestern.

In dem ZDF-Bericht ist zunächst ein gelber Bus zu sehen, der beim SOS-Kinderdorf Tomilino bei Moskau hält. Kinder mit Luftballons und großen Stofftieren steigen aus, die Sonne scheint, es ist offensichtlich warm. Die Bilder „verraten, wie russische Pflegeeltern mit ukrainischen Kindern zu einem roten Ziegelhaus gefahren werden“.

Dann sieht man den Besuch der russischen Kinderrechtsbeauftragten Maria Lvova-Belova im Dezember 2022 im SOS-Kinderdorf Tomilino: Zu hören ist, dass dabei „Propagandabilder mit verschleppten ukrainischen Kindern“ entstanden seien.

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Sicherheitskräfte haben in Tunesien erneut einen Oppositionspolitiker festgenommen. Die Republikanische Partei gab gestern die Festnahme ihres Chefs, Issam Chebbi, bekannt. Details zu den Hintergründen nannte sie zunächst nicht. Chebbi zählt zu den prominentesten Kritikern des Präsidenten Kais Saied.

Der Staatschef ist zuletzt immer aggressiver gegen seine Gegner vorgegangen. Schon in den vergangenen Wochen wurden wegen Korruptionsvorwürfen Politiker, Geschäftsleute und ehemalige Richter festgenommen. Die Opposition sieht darin den Versuch, Kritiker des Präsidenten einzuschüchtern.

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