Schauspielerin Donna Mills beweist, dass erfolgreiche Karrieren auf Social-Media-Plattformen keine Altersgrenze kennen. Der 85-jährige „Knots Landing“-Star ist erst seit wenigen Wochen bei OnlyFans aktiv – und soll dort bereits eine beeindruckende Summe verdient haben.
Wie Andy Bachman, CEO der OnlyFans-Managementfirma Creators Inc., in einem Podcast mit Mills erklärte, habe die Schauspielerin schon „viele Hunderttausend“ Dollar eingenommen. Eine exakte Summe wurde nicht genannt.
Mills hatte ihren Account erst am 30. Juli gestartet. Damit gelang ihr der finanzielle Erfolg innerhalb von weniger als einem Monat.
Doch wer hinter ihrem OnlyFans-Auftritt vor allem freizügige Inhalte vermutet, liegt falsch. Die Schauspielerin verfolgt nach eigener Aussage ein anderes Konzept.
Fans wollen Einblicke in ihren Alltag
Mills nutzt die Plattform vor allem, um ihren Anhängern einen persönlicheren Blick hinter die Kulissen ihres Lebens zu ermöglichen.
Die Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rolle als Abby Cunningham in der erfolgreichen Fernsehserie „Knots Landing“ bekannt wurde, erklärt das große Interesse mit einer veränderten Beziehung zwischen Prominenten und ihren Fans.
In den 1980er- und 1990er-Jahren hätten Zuschauer kaum erfahren können, wie Stars abseits von Filmsets, Premieren und Fernsehauftritten lebten. Heute wollten Fans dagegen wissen, wie ihr Alltag aussehe, wie sie wohne und womit sie ihre Zeit verbringe.
Genau diese Nähe möchte Mills über OnlyFans anbieten.
Barfuß Weintrauben stampfen statt Erotik
Dabei erfüllt die Schauspielerin durchaus ungewöhnliche Wünsche ihrer Abonnenten.
So veröffentlichte Mills beispielsweise Aufnahmen, in denen sie auf ihrem Weinberg barfuß Weintrauben stampft. Außerdem zeigt sie sich ohne Make-up oder nimmt ihre Fans bei ihren morgendlichen und abendlichen Routinen mit.
Obwohl Mills seit Jahrzehnten als Sexsymbol gilt und auch schon für den „Playboy“ vor der Kamera stand, setzt sie auf OnlyFans bewusst nicht auf explizite Inhalte.
Ihr sei durchaus klar, dass manche männlichen Abonnenten möglicherweise etwas Freizügigeres erwarteten. Das entspreche jedoch nicht dem, wofür sie stehe.
Nach Mills‘ Einschätzung suchen viele ihrer Fans ohnehin etwas anderes: persönliche Nähe und das Gefühl, stärker an ihrem Leben teilhaben zu können.
Neue Form der Beziehung zwischen Stars und Fans
Für Mills ist OnlyFans deshalb vor allem eine weitere Möglichkeit, den Kontakt zu Menschen zu pflegen, die ihre Karriere teilweise seit Jahrzehnten verfolgen.
Schon bei der Ankündigung ihres Accounts hatte die Schauspielerin erklärt, wie sehr sie die Unterstützung ihrer Fans über die Jahre schätze. Klassische soziale Netzwerke hätten bereits neue Möglichkeiten des Austauschs geschaffen, OnlyFans ermögliche jedoch eine noch persönlichere und direktere Verbindung.
Dabei wolle sie sich selbst treu bleiben.
Der Ansatz scheint zumindest finanziell aufzugehen. Die Angaben über ihre Einnahmen stammen von Andy Bachman, dessen Unternehmen mit Mills zusammenarbeitet. Demnach hat die Schauspielerin innerhalb weniger Wochen bereits einen Betrag im hohen sechsstelligen Bereich erwirtschaftet.
Von „Knots Landing“ zur Creator-Plattform
Mills wurde vor allem durch die US-Serie „Knots Landing“ berühmt, in der sie die intrigante Abby Cunningham spielte. Die Rolle machte sie zu einem der bekanntesten Fernsehgesichter der 1980er-Jahre.
Mehrere Jahrzehnte später erschließt sich die Schauspielerin nun ein völlig anderes Publikum und nutzt dafür eine Plattform, die erst 2016 gegründet wurde und besonders während der Corona-Pandemie stark an Bekanntheit gewann.
OnlyFans wird zwar häufig mit erotischen und pornografischen Angeboten in Verbindung gebracht, ermöglicht seinen Nutzern grundsätzlich aber auch die Veröffentlichung zahlreicher anderer kostenpflichtiger Inhalte.
Mills setzt dabei offenbar auf ihre jahrzehntelange Bekanntheit und die Neugier ihrer Fans auf ihr Privatleben.
Dass eine 85-jährige Schauspielerin innerhalb weniger Wochen damit Hunderttausende Dollar verdienen kann, zeigt zugleich, wie stark sich das Verhältnis zwischen Prominenten und ihrem Publikum verändert hat: Statt ausschließlich über Fernsehen, Zeitschriften oder klassische soziale Netzwerke können Stars heute persönliche Inhalte direkt an ihre Anhänger verkaufen – und damit erhebliche Einnahmen erzielen.
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