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Milliarden-Projekt auf der Kippe: Saudi-Arabien zieht sich aus LIV Golf zurück

Pexels (CC0), Pixabay
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Die große Geldquelle versiegt – und plötzlich steht eine der umstrittensten Golf-Serien der Welt vor einer ungewissen Zukunft. Saudi-Arabien beendet seine milliardenschwere Finanzierung von LIV Golf zum Saisonende.

Vom Prestigeprojekt zum Sanierungsfall?

Was einst als Angriff auf die etablierten Golf-Touren gedacht war, wirkt nun wie ein Projekt im Umbruch. Offiziell spricht LIV von einer „strategischen Weiterentwicklung“. In der Praxis bedeutet das: neue Investoren müssen her – dringend.

Mit dem Rückzug des saudischen Staatsfonds (PIF) verliert die Liga nicht nur Geld, sondern auch ihren wichtigsten Machtfaktor. Gründer und Schlüsselfigur Yasir Al-Rumayyan tritt zudem aus dem Vorstand zurück.

Milliarden verbrannt, Zukunft unklar

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 5 Milliarden Dollar wurden investiert, gleichzeitig summieren sich die Verluste bereits auf Milliardenhöhe. Allein außerhalb der USA lagen sie zuletzt bei über 460 Millionen Dollar jährlich.

Jetzt soll das Geschäftsmodell neu aufgestellt werden – vermutlich kleiner, schlanker, realistischer. Weniger Turniere, mehr wirtschaftlicher Druck.

Spieler zwischen Loyalität und Realität

Stars wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau oder Phil Mickelson stehen vor einer schwierigen Lage. Viele haben sich bewusst für LIV entschieden – oft gegen hohe Antrittsprämien.

Doch was passiert, wenn die Plattform wackelt? Erste Spieler sollen bereits Gespräche über eine Rückkehr zu klassischen Touren führen.

„Zu groß gedacht?“

Der Rückzug passt zur neuen Strategie des saudischen Staatsfonds: weg von Prestigeprojekten ohne klare Rendite, hin zu nachhaltigeren Investments.

LIV Golf war spektakulär, laut und teuer – aber wirtschaftlich bislang nicht überzeugend.

Fazit: Der große Test beginnt jetzt

Ohne saudische Milliarden muss LIV beweisen, dass die Idee auch ohne Dauerfinanzierung funktioniert. Ob Investoren aufspringen oder das Projekt langsam ausläuft, ist offen.

Sicher ist nur: Der Versuch, den Golfsport zu revolutionieren, steht vor seiner bislang größten Bewährungsprobe.

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