MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG:Außerplanmäßige Abschreibung Nexigen GmbH in Höhe von 2.047.000 Euro

Auch an dem Ergebnis dieses Fonds zeigt sich deutlich wieder welches Risiko man dort eingeht bei „Venture Capital“. Hier ist es eine Abchreibung in Höhe von über 2 Millionen Euro, natürlich zu Lasten der Anlegergelder. Begeistern wird solch eine Bilanz sicherlich weder den Anleger noch den Vertriebm denn der muss das ja dann dem Anleger verkaufen. Auch das in der Bilanz ersichtliche Gesamtergebnis ist letztlich für die Anleger eine Katastrophe. Venture Capital ist und bleibt ein Investment mit höchstem Verlustrisiko.

MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

EUR 31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.870.137,11 5.849.353,11
2. GmbH-Anteile im Anlagevermögen 8.835.853,21 7.020.899,00
14.705.990,32 12.870.252,11
B. Umlaufvermögen
1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3.516,51
2. eingeforderte, noch ausstehende Einlagen Kommanditisten 66.861,45 58.404,59
3. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 535,63
66.861,45 62.456,73
II. Guthaben bei Kreditinstituten 614.330,94 1.668.523,01
15.387.182,71 14.601.231,85

PASSIVA

EUR 31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile persönlich haftender Gesellschafter 744,10 783,46
II. Kapitalanteile Kommanditisten 84.583.067,84 89.587.159,64
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -69.779.034,06 -75.680.658,89
eingefordertes Kapital 14.804.033,78 13.906.500,75
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 60.497,30 60.289,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.500,73 28.666,32
2. sonstige Verbindlichkeiten 486.406,80 604.991,82
521.907,53 633.658,14
15.387.182,71 14.601.231,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 2014
EUR EUR
1. sonstige betriebliche Erträge 67.085,85 30.616,43
2. Personalaufwand
a) Personalaufwendungen -14.280,00 -14.280,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.994.496,07 -2.157.514,39
4. Abschreibungen auf Finanzanlagen -2.047.432,73 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 225,67 1.625,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -448,15 0,00
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.989.345,43 -2.139.552,49
8. Jahresfehlbetrag -3.989.345,43 -2.139.552,49
9. Belastung auf Kapitalkonten 3.989.345,43 2.139.552,49
10. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

der MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG, München

A. Grundlagen

Der Jahresabschluss der MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs („HGB“) aufgestellt, ergänzend waren die Vorschriften des Gesetzes über Vermögensanlagen („VermAnlG“) sowie des Kapitalanlagegesetzbuches („KAGB“) zu beachten. Die MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG ist eine kleine Personengesellschaft i.S.d. § 267 Abs.1 i.V.m. § 264a HGB und hat daher die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für Kapitalgesellschaften zu beachten. Von den Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften nach § 264 Abs.1 S. 4, § 274a und § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Obwohl die Gesellschaft die Voraussetzungen einer Kleinstkapitalgesellschaft i. S. v. § 267 a HGB erfüllt, wurde von den entsprechenden Erleichterungen kein Gebrauch gemacht.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen wurden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dabei wurde bei den eingeforderten Einlagen von Kommanditisten einerseits das Alter der Forderungen pauschal und andererseits die Entwicklung zwischen Bilanzstichtag und Aufstellungszeitpunkt (Ausscheiden von Anlegern, Übertragung von Anteilen und Zahlungen) einzeln berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Nicht eingeforderte Einlagen wurden gemäß §§ 264a, 264c Abs. 2, 272 HGB offen von den Kapitalanteilen abgesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen die Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbar waren und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen

Zur Verbesserung der Klarheit und übersichtlicheren Darstellung wurde eine weitere Untergliederung mit dem Posten GmbH-Anteile im Anlagevermögen vorgenommen.

Die Finanzanlagen enthalten Finanzinstrumente, bei denen auf eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund voraussichtlich nur vorübergehender Wertminderung verzichtet wurde. Die der Bewertung zu Grunde liegende Planung lässt es überwiegend wahrscheinlich erscheinen, dass ein in absehbarer Zukunft erzielbarer Veräußerungserlös dieser Finanzinstrumente (Abgangswert) durch zunehmende Cash-Flow-Barwerte und im Zeitverlauf abnehmendes Risiko wieder mindestens auf den derzeitigen Buchwert ansteigen wird und die aktuelle Wertminderung damit als vorübergehend anzusehen ist. Der Buchwert der betroffenen Finanzinstrumente beträgt TEUR 5.870, der beizulegende Verkehrswert zum 31.12.2015 beträgt TEUR 5.171.

2. Anteilsbesitz

Die gesonderte Aufstellung der Beteiligungen i.S.v. § 261 Abs. 1 Nr. 4 KAGB ist Bestandteil des Anhangs.

3. Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 35.500,73 (VJ: EUR 28.666,32).

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 486.406,80 (VJ: EUR 604.991,82).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von TEUR 2.047 vorgenommen.

E. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

1. Gesamtkostenquote

Die Gesamtkostenquote beträgt 7,60 % (ohne Berücksichtigung von Gutschriften nach § 7 des Gesellschaftsvertrages, Aufwendungen aus Rücktritten, Wertberichtigungen auf eingeforderte Einlagen und weiterbelastete Kosten).

2. Rückvergütungen

Der Kapitalverwaltungsgesellschaft fließen keine Rückvergütungen der aus dem Investmentvermögen an die Verwahrstelle und Dritte geleisteten Vergütungen und Aufwandserstattungen zu. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft gewährt keine so genannten Vermittlungsprovisionen an Vermittler aus der von dem Investmentvermögen an sie geleisteten Vergütungen.

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

für HMW Verwaltungs GmbH, Pullach, als Komplementär

Dr. Rolf Eckhard ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt
Pervin Persenkli (ab 01.09.2015) ausgeübter Beruf: Rechtsanwältin

Geschäftsführender Kommanditist

Jürgen Kosch ausgeübter Beruf: Vorstand der MIG Verwaltungs AG

4. Persönlich haftender Gesellschafter

Folgende Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin:

Name: HMW Verwaltungs GmbH
Sitz: Pullach
Rechtsform: GmbH
Gezeichnetes Kapital: EUR 25.000,00

5. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis * Eigenkapital *
TEUR TEUR
SILTECTRA GmbH, Dresden 20,40 % -1.200 1.631

*Angaben aus dem Jahresabschluss 2015

6. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Folgende Beträge in der Bilanz betreffen Gesellschafter:

Sachverhalte (vor Wertberichtigungen) Betrag
EUR
Forderungen 74.986,20
Verbindlichkeiten 1.047,23

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

München, den 29.07.2016

HMW Verwaltungs GmbH

Dr. Rolf Eckhard

Pervin Persenkli

Jürgen Kosch, Geschäftsführender Kommanditist

Übersicht über die Beteiligungen

Beteiligung, Sitz Gesellschaftskapital Höhe der Beteiligung am Gesellschaftskapital Zeitpunkt des Erwerbs Verkehrswert der Beteiligung
in EUR* in EUR
1. OD-OS GmbH, Teltow 360.854 9,00 % 28.10.2010, 27.09.2012, 5.963.209
25.07.2013, 12.02.2014,
24.11.2014, 20.10.2015
2. APK Aluminium und Kunststoffe AG, Merseburg 1.456.634 5,94 % 01.12.2010, 28.04.2011, 5.171.289
31.08.2011, 15.12.2011,
24.09.2012, 20.03.2013,
01.07.2014, 23.09.2015
3. cynora GmbH, Bruchsal 302.033 9,07 % 07.06.2011, 05.03.2013, 3.616.876
13.03.2014, 12.02.2015,
26.05.2015
4. Nexigen GmbH, Köln 246.905 10,72 % 28.04.2011, 19.11.2012, 0
13.02.2013
5. SILTECTRA GmbH, Dresden 82.396 20,40 % 17.04.2012, 19.04.2013, 3.327.823
07.07.2014, 21.05.2015
6. instrAction GmbH, Mannheim 364.490 5,79 % 24.10.2014, 04.08.2015 1.638.926
19.718.123

* Gezeichnetes Kapital, ggf. inklusive eigener Aktien/Anteile

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG, München

1. Marktentwicklung und Markteinschätzung

Im Jahr 2015 erreichten die Private Equity-Investitionen in deutsche Unternehmen ein Volumen von EUR 5.343 Mio.; davon flossen ca. 14,6 % in Venture Capital-Engagements (Seed, Start-up, Later Stage-Venture Capital). Diese Venture Capital-Investitionen summierten sich auf ca. EUR 780 Mio., damit erhöhte sich das Investitionsniveau im Venture Capital-Segment im Vergleich zum Jahr 2014 um 16%. 1)

Investitionen nach Branchen

Ein knappes Viertel der Venture Capital-Investitionen entfiel im Jahr 2015 auf die Branche Kommunikationstechnologien/-inhalte (24,0 %), gefolgt von Life Sciences (21,5 %) und Computer/Unterhaltungselektronik (19,0 %). Hinsichtlich der Zahl der finanzierten Unternehmen (gesamt 724 Unternehmen) lagen die Investitionsschwerpunkte unverändert in den Branchen Computer/Unterhaltungselektronik (173 Unternehmen), Life Sciences (159 Unternehmen) und Kommunikationstechnologien/-inhalte (111 Unternehmen). 1)

Divestments

Die Divestment-Aktivitäten der Venture Capital-Beteiligungsgesellschaften fielen im Jahr 2015 insgesamt auf weiterhin zurückhaltendem Niveau aus, mit EUR 421 Mio. sank das Volumen im Vergleich zum Jahr 2014 (EUR 483 Mio.) leicht ab. Vorrangig wurden Exits über den Kanal Trade Sales mit einem Volumen von EUR 242 Mio. (57,4 %) abgewickelt, weiterhin erreichten Divestments über Börsen eine Höhe von EUR 32 Mio. (7,6 %) und Verkäufe an andere Beteiligungsgesellschaften (Secondaries) eine Höhe von EUR 15 Mio. (3,7 %). Divestments aufgrund von Totalverlusten waren in Höhe von EUR 73 Mio. (17,3%) zu verzeichnen. 1)

Die Mitglieder des BVK Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften schätzen den Markt in einer repräsentativ durchgeführten Befragung wie folgt ein:

„Im Hinblick auf den Standort Deutschland und die Anlageklasse Private Equity erwarten die befragten Beteiligungsgesellschaften wie im Vorjahr eine steigende Wertschätzung. Ein Drittel der Befragten sieht eine zunehmend positivere Sicht der Investoren auf Private Equity in Deutschland, weitere 55 % zumindest eine gleichbleibende Bewertung. Der Wettbewerb um das Investorenkapital wird von den Beteiligungsgesellschaften tendenziell als unverändert eingeschätzt. Mehr als zwei Drittel sehen ein unverändertes Wettbewerbsniveau im Jahr 2016. Allerdings erwarten auch 28 % eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs und nur 2 % eine Entspannung. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase dürften aber institutionelle Investoren weiter nach alternativen Anlagen suchen, um ihre Renditeziele erreichen zu können, wodurch alternative Anlageklassen stärker in den Fokus gerückt sind und das Angebot an zusätzlichem Kapital für Private Equity-Fonds zugenommen hat.

Für das Jahr 2016 zeigen sich die Befragten optimistisch, erfolgreich Beteiligungen veräußern zu können, so erwarten 40 % eine Zunahme ihrer Unternehmensverkäufe, und weitere 49 % rechnen zumindest mit einem gleichbleibenden Niveau. Dabei zeigen sich die Venture Capital-Gesellschaften besonders optimistisch. Rechneten in der Vorjahresbefragung noch 37 % von einer Zunahme ihrer Verkäufe, sind es aktuell sogar 60 %.

Bei den rechtlichen Rahmenbedingungen sehen wie im Vorjahr fast drei Viertel der Befragten ein unverändertes Bild. Gleichzeitig gibt es mit 14 % bzw. 16 % Gesellschaften, die eine tendenzielle Verschärfung oder Verbesserung der derzeitigen Situation erwarten. Im Vorjahr rechneten noch 22 % mit einer Verschlechterung und nur 4 % mit einer Verbesserung. Grundsätzlich scheint die Branche nach der 2013 erfolgten Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) als Umsetzung der europäischen AIFM-Richtlinie und nach der neuen europäischen Risikokapital-Verordnung mit einem stabilen rechtlichen Umfeld zu rechnen. Gleichzeitig scheint die Hoffnung auf Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Branche durch das im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung angekündigte Venture Capital-Gesetz nicht besonders ausgeprägt zu sein. Für 2016 erwarten die Befragten offensichtlich keine Lösung für die seit vielen Jahren bekannten steuerrechtlichen Problembereiche wie die fehlende gesetzliche Steuertransparenz von deutschen Private Equity-Fonds oder die Umsatzsteuer auf Geschäftsführungsleistungen des Managements.“ 2)

Die MIG Verwaltungs AG begrüßt die Bestrebungen der Politik, die Wagnisfinanzierung stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Insofern sind verstärkte Bemühungen erforderlich, die Umsetzung der angestrebten Maßnahmen nunmehr voranzutreiben, um die erwünschten Impulse zu geben.

1) (Quelle: BVK Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V., „BVK-Statistik Das Jahr 2015 in Zahlen – Vorläufige Ergebnisse“)
2) (Quelle: BVK Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V., „BVK-Studie: Private Equity Prognose 2016 – Erwartungen der deutschen Beteiligungsgesellschaften“)

2. Geschäftsverlauf und zukünftige Entwicklung

Das Jahr 2015 war geprägt vom engen Kontakt der MIG Verwaltungs AG zu den Portfoliounternehmen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Reifegrad einiger Beteiligungsunternehmen weiter erhöht. In diversen Beteiligungsrunden wurden durch die MIG Fonds 10 GmbH & Co. KG im Jahr 2015 Investitionen in Höhe von EUR 3,9 Mio. getätigt. Diese Kapitalzuflüsse versetzen die Portfoliounternehmen in die Lage, ihre innovativen Geschäftsmodelle in unterschiedlichen Bereichen zielgerichtet zu entwickeln und zu verfolgen.

MIG Fonds 10 hält zum Jahresende 2015 zusammen mit anderen Co-Investoren Anteile an 6 Beteiligungsunternehmen.

Im Geschäftsjahr ergab sich unerwartet die Notwendigkeit, eine Beteiligung mit TEUR 2.047 vollständig abzuwerten. Nach nichtrealisierten Anlagegewinnen des Vorjahres in Höhe von TEUR 12.899 wurde des Weiteren aufgrund unvorhergesehener Ereignisse der Zeitwert der Beteiligungen um nichtrealisierte Anlageverluste in Höhe von TEUR 8.465 reduziert. Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsleitung die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 damit nicht als günstig.

Die Geschäftsleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresfehlbetrag, der im Vergleich zu dem um die Wertberichtigungen bereinigten Fehlbetrag des Vorjahres geringer ausfallen wird.

Daneben können Veräußerungsergebnisse und daraus resultierende ergebnisabhängige Aufwendungen sowie Bewertungsmaßnahmen das Jahresergebnis der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Planung wurden aufgrund der geschäftsmodelltypischen Prognoseunsicherheit mögliche Veräußerungs- bzw. Bewertungsergebnisse nicht berücksichtigt.

3. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist im Geschäftsjahr 2015 ein Jahresergebnis von TEUR -3.989 aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um TEUR 36 auf TEUR 67, vor allem durch um TEUR 21 gestiegene Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 163 auf TEUR 1.994.

Dies resultierte überwiegend aus um TEUR 197 auf TEUR 873 gesunkenen Vertriebsaufwendungen sowie um TEUR 16 auf TEUR 196 gesunkenen Aufwendungen für Initiativleistungen. Ferner sanken die operativen Aufwendungen um TEUR 8 auf TEUR 421, die Aufwendungen für die Verwahrstellenfunktion um TEUR 6 auf TEUR 21 und die Vergütungen für Kommanditisten und Komplementär um TEUR 3 auf TEUR 49.

Demgegenüber stiegen die sonstigen Aufwendungen um TEUR 52 auf TEUR 238, vor allem durch Aufwendungen in Anwendung einer gesellschaftsvertraglichen Regelung, nach der bei Eintritt bestimmter Bedingungen nicht eingeforderte, ausstehende Einlagen zu erlassen sind. Ferner stiegen die Entgelte für Anlageberatung oder Anlageverwaltung um TEUR 15 auf TEUR 210.

Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Nexigen GmbH in Höhe von TEUR 2.047 vorgenommen.

Die für die Gewinn- und Verlustrechnung wesentlichen ergebnisrelevanten Sachverhalte waren, mit Ausnahme der außerplanmäßigen Abschreibung, im internen Planungsprozess für das Jahr 2015 bereits berücksichtigt. Das Jahresergebnis deckt sich, bis auf die erwähnte Ausnahme, sowohl mit den Planungswerten als auch den Erwartungen der Geschäftsleitung.

II. Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand sank im Vergleich zum Jahresanfang um TEUR 1.054 auf TEUR 614.

Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Berichtsjahr gegeben und wird nach derzeitigem Kenntnisstand auch zukünftig gegeben sein.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 786 auf TEUR 15.387.

Auf der Aktivseite resultierte diese Veränderung zum überwiegenden Teil aus der Veränderung der Finanzanlagen um TEUR 1.836 auf TEUR 14.706. Dabei wurden Investitionen in Finanzierungsrunden bestehender Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.883 getätigt, in Höhe von TEUR 2.047 waren Wertberichtigungen auf eine Beteiligung vorzunehmen. Ferner stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4 auf TEUR 67.

Auf der Passivseite resultierte die Veränderung vor allem aus der Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 897 auf TEUR 14.804. Ferner stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 7 auf TEUR 36.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken dagegen um TEUR 119 auf TEUR 486.

Das bilanzielle Eigenkapital lag bei TEUR 14.804 im Gegensatz zu TEUR 13.907 im Vorjahr, die Eigenkapitalquote stieg leicht von 95,2 % im Vorjahr auf 96,2 % im Geschäftsjahr.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist nicht von Wechselkurseinflüssen betroffen. Außerbilanzielle Finanzinstrumente sind nicht im Bestand. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist weiterhin geordnet, insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als weiterhin stabil.

IV. Vermögens- und Verbindlichkeitenübersicht zum 31. Dezember 2015

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
I. Vermögenswerte
1. Anlagen 19.718.123,00 25.769.703,00
2. Barmittel und Barmitteläquivalente 614.330,94 1.668.523,01
3. Forderungen 66.861,45 62.456,73
Summe der Vermögenswerte 20.399.315,39 27.500.682,74
II. Verbindlichkeiten
1. zahlbare Beträge 582.404,83 693.947,64
Summe der Verbindlichkeiten 582.404,83 693.947,64
III. Nettoinventar 19.816.910,56 26.806.735,10

V. Aufstellung der Erträge und Aufwendungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 2014
EUR EUR
a) Erträge
1. Anlageerträge
Zinserträge 225,67 1.625,47
2. nichtrealisierte Anlagegewinne 577.640,52 12.899.450,89
3. sonstige Erträge 67.085,85 30.616,43
Summe der Erträge 644.952,04 12.931.692,79
b) Aufwendungen
1. Entgelte für Anlageberatung oder Anlageverwaltung 210.361,43 * 195.192,38
2. sonstige Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen 873.147,30 * 1.069.998,17
operative Aufwendungen 421.023,39 429.156,59
Aufwendungen für Initiativleistungen 195.940,34 * 211.790,43
Vergütungen Kommanditisten und Komplementär 49.352,41 * 52.782,13
Verwahrfunktion 21.420,00 27.050,89
Sonstige 237.979,35 185.823,80
3. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.047.432,73 0,00
4. nichtrealisierte Anlageverluste 8.464.958,73 0,00
Summe der Aufwendungen 12.521.615,68 2.171.794,39
c) Nettoertrag / Nettoaufwand -11.876.663,64 10.759.898,40

* Gesamtsumme der Vergütungen gemäß § 24 VermAnlG: EUR 1.328.801,48, davon fix: EUR 28.560,00

Zahl der Begünstigten: 6

4. Wesentliche Risiken

a) Risikomanagement

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben hat die MIG Verwaltungs AG für die verwalteten Fondsgesellschaften ein Risikomanagement eingerichtet. Darin werden Erfassung, Bewertung, Monitoring und Reporting der Risiken, welche die Geschäftsgrundlagen der Gesellschaft direkt oder indirekt beeinträchtigen können, mit Hilfe eines Risikomanagement-Systems kontinuierlich und systematisch vorgenommen.

Im Rahmen des Risikomanagements erstellt die MIG Verwaltungs AG auch Risikoprofile der von ihr verwalteten Investmentvermögen. Diese Risikoprofile unterzieht die MIG Verwaltungs AG regelmäßigen Stresstests.

Die Risikomanagement-Funktion obliegt innerhalb der MIG Verwaltungs AG einer unabhängigen, in der Marktfolge angesiedelten Stelle, die als Stabsfunktion direkt der Geschäftsleitung unterstellt ist.

Zusätzlich überwacht die an einen externen Dienstleister ausgelagerte Interne Revision als prozessunabhängige Kontrollinstanz die Einhaltung der internen Kontrollsysteme und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

b) Risikomanagementprozess

Als Ausgangspunkt des Risikomanagementprozesses der MIG Verwaltungs AG wurde eine Risikostrategie festgelegt.

Eine daraus abgeleitete Systematik zur Identifizierung einzelner Risiken sorgt für Redundanz und damit zur flächendeckenden Erfassung aller relevanten Risiken. Eine regelmäßige systematische Analyse und Bewertung sowohl der identifizierten Risiken als auch der Auswirkungen durchgeführter Risikostresstests auf die Risikoprofile der Investmentvermögen gewährleistet die effiziente, angemessene und gesetzeskonforme Risikosteuerung und Risikobewältigung.

Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems werden die Ergebnisse der Analysen und Bewertung von Risiken sowie die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert und berichtet.

c) Identifizierte Einzelrisiken

Operationelle Risiken

Personenrisiken

Die Tätigkeiten werden durch erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiter durchgeführt; darüber hinaus wird der in der Finanzdienstleistungsbranche besonders hohen Abhängigkeit der Prozesse von qualifiziertem Personal durch eine angemessene Personalentwicklung und -politik Rechnung getragen.

Prozessrisiken

Zur Vermeidung bzw. Kontrolle von Prozessrisiken, wie sie üblicherweise im Asset Management entstehen können, wurden unter anderem folgende organisatorische Maßnahmen implementiert:

kontinuierliche Überarbeitung des Organisationshandbuchs der Gesellschaft

Auslagerungscontrolling

regelmäßige Risikobewertung

kontinuierliche Planung und Definition von Maßnahmen zur weiteren Risikominimierung

Systemrisiken

Bei der Ausgestaltung der IT-Systeme und -prozesse wird auf gängige Standards zurückgegriffen, um unberechtigten Datenzugriff, Datenverlust oder Datenmissbrauch zu verhindern. Die von uns eingesetzten IT-Systeme stellen die Integrität, die Verfügbarkeit, die Authentizität sowie die Vertraulichkeit der verarbeiteten Daten sicher.

Rechtsrisiken

Sofern komplexe Sachverhalte oder Strukturen dies erforderlich machen, werden über die eigene Expertise im Haus hinaus externe Experten oder Aufsichtsbehörden konsultiert.

Finanzrisiken

Adressausfallrisiko

In der ausgelagerten Tätigkeit Eigenkapitalvermittlung identifizierte Adressausfallrisiken sowie Maßnahmen zu deren Minimierung werden durch regelmäßiges Auslagerungscontrolling ständig überwacht.

Finanzrisiko der Beteiligung

Finanzrisiken werden durch ein aktives Dealflow- und Investment-Management gesteuert. Möglichen Fehlentwicklungen wird hier durch regelmäßige Überwachung und Anpassung der Prozesse entgegengewirkt.

Liquiditätsrisiko

Im Rahmen des Budgetierungsprozesses plant die MIG Verwaltungs AG die wesentlichen Aus- und Einzahlungen unter Berücksichtigung, dass sämtlichen Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nachgekommen werden kann.

Sonstige Risiken

Strategische Risiken

Innerhalb dieser Risikoart ergibt sich eine starke Konzentration auf die Organisationseinheit Emission. Eine langjährige Erfahrung des beteiligten Dienstleisters, die Konsultation von renommierten Experten sowie regelmäßige Überwachung tragen hier zur Risikominimierung bei.

Reputationsrisiko

Durch ständige Marktbeobachtung und im Bedarfsfall schnelle Reaktion sowie durch aktive Marktpositionierung mittels geeigneter Marketingmaßnahmen werden die Risiken dieser Risikoart minimiert.

d) Gesamteinschätzung der Risikolage

Die Entwicklung der Gesellschaft ist von Änderungen der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie von den Wirtschafts- und Investmentmärkten, insbesondere in Deutschland und Österreich, abhängig. Negative Entwicklungen dieser Faktoren können sich auf das Vertrauen der Investoren, auf die Geschäftsentwicklung der Beteiligungsunternehmen, auf das Fondsvolumen sowie auf das Transaktionsvolumen bei der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen auswirken – und damit auf die Fondsperformance und die Ergebnissituation der Gesellschaft.

Bei unbefriedigendem Geschäftsverlauf der Portfoliogesellschaften kann die Ergebnissituation der Gesellschaft in der Zukunft beeinflusst werden.

Als Ergebnis des Auslagerungscontrollings lagen in der Berichtsperiode keine Beanstandungen der ausgelagerten Tätigkeiten vor. Im Berichtszeitraum wurden alle Zahlungsverpflichtungen bedient.

Unter Berücksichtigung auch der vorgenannten Sachverhalte bestehen nach unserer Einschätzung keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

5. Chancen

MIG Fonds 10 hat die Chance, eine überdurchschnittliche Rendite aus dem eingesetzten Kapital zu erzielen, indem er von der Wertsteigerung der Beteiligungsunternehmen profitiert. Diese Gewinnchance beruht auf dem erheblichen Wertsteigerungspotenzial junger Unternehmen: der Unternehmenswert steigt weit überdurchschnittlich, wenn dieses Unternehmen eine Produktentwicklung tatsächlich erfolgreich abschließen oder die Marktzulassung oder Marktreife eines Produkts erreichen kann.

Die Wertsteigerung einer Beteiligung des MIG Fonds 10 kann realisiert werden, indem der Unternehmensanteil an einen industriellen oder strategischen Investor (sogenannter „Trade Sale“) oder an einen anderen VC- oder Finanzinvestor (sogenannter „Secondary Sale“) weiterveräußert wird. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Beteiligungsunternehmen insgesamt an die Börse gebracht und dem MIG Fonds 10 damit ein idealer Zugang zum Kapitalmarkt für seine Unternehmensbeteiligung geschaffen wird.

6. Kapitalverwaltungsgesellschaft

Gebühren

Die MIG Verwaltungs AG erhält als Portfolio-Manager für die Portfolioeinrichtung eine Provision in Höhe von netto

1,30 % auf die von Anlegern an MIG Fonds 10 geleisteten Einlagen, und zusätzlich eine gewinnunabhängige, jährliche Vergütung in Höhe von netto 0,50 % des Gesamtbetrags des am 31.12. des Vorjahres vom MIG Fonds 10 in Beteiligungen investierten Gesellschaftsvermögens.

Verwaltungskosten

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die von MIG Fonds 10 zu tragenden Verwaltungskosten EUR 210.361,43.

Angaben zur Mitarbeitervergütung für das Geschäftsjahr 2015

Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr von der KVG an ihre Mitarbeiter gezahlten Vergütungen: EUR 2.780.805,13
davon variabel: EUR 1.170.174,32
Anzahl der Begünstigten: 14
Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen an Führungskräfte und Mitarbeiter der KVG, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil ausgewirkt hat: EUR 2.357.573,93
davon an Mitarbeiter: EUR 451.111,54

7. Wesentliche Anlagegeschäfte im Geschäftsjahr

Art Datum * Beteiligung Anzahl Nominalanteile / Aktien Gesamterwerbs- bzw. Verkaufspreis
EUR**
Erwerb 29.01.2015 cynora GmbH 4.649 719.503,42
Erwerb 18.05.2015 cynora GmbH 14.895 606.590,76
Erwerb 19.05.2015 SILTECTRA GmbH 2.479 299.959,00
Erwerb 31.07.2015 instrAction GmbH 9.404 615.021,60
Erwerb 22.09.2015 APK Aluminium und Kunststoffe AG 20.784 20.784,00
Erwerb 16.10.2015 OD-OS GmbH 10.126 1.215.120,00

* Datum des Beteiligungsvertrags, Datum der Eintragung im Handelsregister kann abweichen

** Ohne Anschaffungsnebenkosten; Vertragsvolumen; Zahlungen der Erwerbs- bzw. Verkaufspreise teilweise abhängig vom Eintreten bestimmter Bedingungen

8. Wertentwicklung

Der Nettoinventarwert der Fondsgesellschaft sank im Berichtszeitraum von TEUR 26.807 zum 01.01.2015 um TEUR 6.990 auf TEUR 19.817 zum 31.12.2015.

Warnhinweis: Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung

9. Nachtragsbericht und sonstige für den Anleger wesentliche Ereignisse

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.

Bilanzeid gem. § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB, § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

München, den 29.07.2016

HMW Verwaltungs GmbH

Dr. Rolf Eckhard

Pervin Persenkli

Jürgen Kosch, Geschäftsführender Kommanditist

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 25 VermAnlG i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Lagebericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 25 Abs. 3 VermAnlG haben wir auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 29. Juli 2016

FIDIA Beratungs- und Treuhand-GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinze, Wirtschaftsprüfer

Dr. Wenk, Wirtschaftsprüfer

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