Michael Vogel’s Brief an die Anleger

Natürlich ist der Brief an die Anleger der V Plus Investment GmbH nichts anderes als der persönliche Offenbarungseid eines Michael Vogel gegenüber den Anlegern der V Plus Investment GmbH. Er will  den Anlegern eigentlich sagen, dass das Unternehmen pleite und Ihr Geld weg, er aber nicht schuld daran ist. Nun, wir wissen nicht, ob Michael Vogel diesen Brief wirklich selber geschrieben hat oder von der Verwaltung des Fonds hat schreiben lassen. Herr Vogel zieht es leider vor, zu schweigen, möglicherweise auch um sich nicht selber zu belasten. Bis zu einem gewissen Punkt ist das dann auch verständlich, denn mit dem Schreiben hat Herr Vogel nichts beendet, aber so manches in Gang gesetzt.

Das gesamte Schreiben zu diesem Zeitpunkt macht aber auch keinen Sinn, denn wie Herr Vogel ja selber ausführt, gibt es derzeit einen noch offenen Insolvenzantrag der Venture Plus Beratungs GmbH (ehemals Venture Plus AG), über den derzeit wohl noch nichts entschieden ist von Seiten des zuständigen Insolvenzgerichtes. Wenn ich das dann rechtlich richtig sehe, sehr geehrter Herr Vogel, dann können Sie ja eigentlich das Unternehmen, wie in Ihrem Schreiben ausgeführt, doch gar nicht zum Kauf anbieten, denn Verhandlungspartner wäre letztlich doch dann der mögliche Insolvenzverwalter. Nur mal ehrlich, wer wäre dann so blöde diese Katastrophen GmbH zu kaufen? Was sollte dann der Nutzen für einen Käufer daraus sein? Ihnen den Ärger abzunehmen? Unlogisch, oder?

Hinzukommt, sehr geehrter Herr Vogel, aber auch, dass man Ihre Funktion hier einmal genau durchleuchten muss, denn gerade die Position, die hier zur größten Geldvernichtung geführt hat, die  Beteiligung am Unternehmen AmVac und iBlue AG, war doch letztlich ein Unternehmen, dem Sie sehr verbunden waren. Und wenn ich richtig informiert bin, j´haben Sie mit deren Aktienverkauf auch eine Menge „Kohle“ verdient. Das steht hier nicht in dem Schreiben. Ebenfalls steht nicht in dem Schreiben, dass die Kosten der Geschäftsbesorgung von den aufgeführten 120.000 Euro an Sie geleistet wurden. Ich bin aber weder ein Staatsanwalt noch ein Richter; diese werden genau das aber alles klären müssen und den Geldfluss einmal komplett aufbereiten. Wenn dann dort alles in Ordnung war, dann sind Sie ja aus dem Schneider, wie man so schön sagt.

Was ich aber verwerflich finde an dem Schreiben, ist, dass Sie dem Anleger noch Hoffnungen machen, dass man mit dem investierten Geld dann wirklich noch Kasse machen könnte. Wie soll das bitte gehen, Herr Vogel?

Die „Gerüchte“, das man versucht diese Assets zu verkaufen, kennen Sie doch sicherlich auch, und sie wissen sicherlich dann auch, dass da ein Kaufpreis von 100.000 Euro im Raum steht. Also wenn Sie das wirklich wissen, sehr geehrter Herr Vogel, warum schreiben Sie dann in Ihrem Schreiben, dass man innerhalb von 3 Jahren das jetzt noch vorhandene Kapital von etwa 900.000 Euro ( das investierte Kapital) nahezu verdreifachen könnte? Wenn das spekulativ ist, wie Sie richtig schreiben, dann könnten Sie doch auch die Zahl 123 dahinschreiben. Was sollen solche Ausführungen in solch einem Schreiben? Handeln Sie hier doch bitte nach dem Motto „lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Das wäre gegenüber den Anlegern fairer.

 

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