Die Bayern feiern ihre 35. Meisterschaft – und ausgerechnet der TSV 1860 München sorgt für den größten Unterhaltungswert des Tages.
Mitten auf dem Marienplatz, zwischen Bierduschen, Meisterschalen und Dauerbeschallung, taucht plötzlich ein gigantisches Bayern-Logo in der Menschenmenge auf. Viele Fans denken zunächst:
„Wow, professionelle Choreo.“
Tja. Denkste.
XXL-Banner wird zur Derby-Falle
Denn beim genaueren Hinsehen entpuppt sich das vermeintliche Bayern-Banner als kreativer Liebesbrief der Löwen-Fans an den Erzrivalen.
Mitten auf dem XXL-Logo prangt plötzlich die wenig diplomatische Botschaft:
„FC Bauern Hurensöhne.“
Spätestens da dürfte selbst Thomas Müller kurz den Weißbier-Schluck verschluckt haben.
Vogelperspektive des Grauens
Das eigentliche Meisterwerk:
Von unten bemerkte offenbar erstmal kaum jemand etwas. Erst die großen TV-Bilder und Kameraaufnahmen aus der Luft offenbarten die komplette Derby-Kunstinstallation.
Zusätzlich hatte offenbar noch jemand in schwarzem Edding demonstrativ „1860“ auf das Banner gekritzelt – damit auch wirklich jeder versteht:
Das hier ist keine Marketingaktion des FC Bayern.
Stadionsprecher kämpft gegen die Realität
Besonders stark:
Stadionsprecher Stephan Lehmann versucht verzweifelt Schadensbegrenzung.
„Könnt ihr mal kurz die Plane einholen …“
Klassischer Fall von:
Zu spät.
Denn genau in diesem Moment wird das Banner natürlich groß eingeblendet. Timing kann Fußball-Deutschland eben weiterhin.
1860 sportlich unten – aber Derby-Streiche Weltklasse
Sportlich trennen Bayern und 1860 mittlerweile ungefähr drei Fußball-Welten. Die einen sammeln Meisterschalen, die anderen sammeln Regionalliga-Traumata.
Aber:
Im Fachbereich „Derby-Sabotage“ bleiben die Löwen absolute Champions-League-Klasse.
Während Bayern also geschniegelt auf dem Balkon posierte, lieferten die Sechziger heimlich die eigentliche Meisterfeier des Tages.
Bayern gewinnt Titel – 1860 die Pointe
Am Ende bleibt:
Der FC Bayern hat die Meisterschaft gewonnen.
1860 München dagegen gewann für ein paar Minuten den Marienplatz.
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