Jetzt ist es offiziell: Manchester City hat Enzo Maresca als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der Italiener erhält beim englischen Meister einen Vertrag über drei Jahre und tritt die Nachfolge von Pep Guardiola an, der die Skyblues über ein Jahrzehnt geprägt hatte.
Maresca kehrt damit an eine vertraute Wirkungsstätte zurück. Bereits während der Triple-Saison gehörte er als Co-Trainer zum Trainerstab von Guardiola und kennt die Strukturen des Vereins bestens.
Chelsea enttäuscht über den Abgang
Der Wechsel verlief allerdings nicht ohne Nebengeräusche. Chelsea bestätigte, dass Maresca den Verein trotz laufenden Vertrags verlassen wollte und dafür eine Entschädigungszahlung leisten wird. Über die Höhe machten beide Klubs keine Angaben. Medien berichten allerdings von einer Summe im Bereich von rund 17 Millionen Pfund.
Manchester City erklärte zudem, dass bereits Gespräche mit Maresca geführt wurden, während dieser noch Cheftrainer der Blues war. Chelsea zeigte sich darüber enttäuscht und erklärte, man habe sich vom Italiener im Stich gelassen gefühlt.
Maresca selbst entschuldigte sich öffentlich für die Unruhe, die sein Wechsel ausgelöst habe.
Riesige Fußstapfen
Mit seiner Rückkehr übernimmt Maresca eine der schwierigsten Aufgaben im europäischen Fußball. Nach zehn außergewöhnlich erfolgreichen Jahren unter Pep Guardiola erwartet ihn die Herausforderung, den dominierenden Spielstil der vergangenen Jahre fortzuführen und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen.
Der 45-Jährige sprach selbst von einer „gewaltigen Herausforderung“, zeigte sich aber überzeugt, die Erfolgsgeschichte von Manchester City fortschreiben zu können.
Lob von Weggefährten
Ex-Nationalspieler Jamie Vardy, der unter Maresca mit Leicester City den Aufstieg schaffte, bezeichnete den Italiener als einen „Klon von Pep Guardiola“. Besonders dessen akribische Vorbereitung und taktische Detailarbeit hätten ihn beeindruckt.
Auch zahlreiche Experten sehen in Maresca einen Trainer, der Guardiolas Fußballphilosophie nahezu perfekt verinnerlicht hat.
Titelrennen wieder offener?
Mit dem Ende der Guardiola-Ära rechnen viele Beobachter allerdings mit einer deutlich spannenderen Premier-League-Saison. Wayne Rooney erklärte, dass Manchester City zwar weiterhin zu den Favoriten gehöre, der Trainerwechsel aber die Meisterschaft wieder deutlich offener machen könnte.
Ob Maresca den enormen Erwartungen gerecht werden kann, wird sich bereits in seiner ersten Saison zeigen. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Nachfolge von Pep Guardiola gehört zu den anspruchsvollsten Trainerjobs im Weltfußball.
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