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Lebensmittel Spekulanten

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Wir lesen jeden Tag von steigendem Spekulantentum mit Lebensmitteln. Hier mal ein Beispiel: Die Phlippinen 2008 war einer der Hauptgründe für die Explosion des Reis-Weltmarktpreises die gigantischen Importe der Philippinen.

Seit einigen Monaten ist ein neuer Präsident im Amt und plötzlich kommt nach einer Untersuchung heraus, dass diese Importe größtenteils unnötig waren, der Reis rottet immer noch in den staatlichen Lagerhäusern vor sich hin. Die alte Regierung hat nämlich vom Verkäufer (Vietnam) riesige Schmiergeldzahlungen auf Privatkonten eingestrichen.
Immerhin hatte der Preisschock von 2008 auch etwas Gutes: In vielen Ländern, u.a. Philippinen und Westafrika, wird massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert. Z.B. hat Libyen ein Megaprojekt in Mali begonnen, dort entstehen derzeit hundertausende Hektar neuer Reisfelder nach neuestem Stand der Technik.

Das wird den Exportländern wie Vietnam, Thailand oder Indien bestimmt nicht gefallen. Die hatten 2008 mehr als genug Lagerbestand, die Importbeschränkungen dienten nur dazu den Weltmarktpreis zu erhöhen.

Das Potenzial zur Produktionserhöhung ist nämlich enorm: Die Reisernte beträgt im Weltdurchschnitt nur 2,6 t/h, Afrika teilweise unter 1 t/h, Philippinen 3,6 t/h, wobei mit neuen Hybridsorten schon bis zu 12 t/h geerntet werden. Hinzu kommt das seit 2008 in vielen Erzeugerländer massiv in Trockenanlagen, besseren Reismühlen und Lagerräumen investiert wird. Ich vermute mal dass die Produktion wesentlich schneller steigen wird als die Bevölkerung zunimmt. Das betrifft nicht nur Reis sondern auch alle anderen Getreidearten. Dann werden die Spekulanten reihenweise auf die Schnautze fallen.

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