Der Konflikt im Nahen Osten treibt Öl- und Düngemittelpreise in die Höhe – mit direkten Folgen für Landwirte und Verbraucher in Europa.
Der Krieg rund um den Iran wirkt sich zunehmend auf die Landwirtschaft im Westen aus. Besonders stark betroffen sind Bauern, deren Kosten für Diesel und Düngemittel innerhalb kürzester Zeit massiv gestiegen sind.
Ein zentraler Grund ist die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des weltweiten Öl- und auch Düngemittelhandels läuft. Störungen dort lassen die Preise global explodieren – mit unmittelbaren Folgen für Betriebe in Europa.
Für Landwirte trifft das besonders hart: Der Preis für sogenannten Agrardiesel hat sich teils verdoppelt. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für Dünger drastisch, da wichtige chemische Bestandteile ebenfalls über die Krisenregion transportiert werden.
Das Problem: Bauern können diese Mehrkosten kaum weitergeben. Anders als viele Unternehmen sind sie an Weltmarktpreise gebunden und können ihre Verkaufspreise nicht einfach erhöhen. Sie gelten als „Preisnehmer“ – nicht als „Preissetzer“.
Die Folge ist ein wachsender wirtschaftlicher Druck. Einige Betriebe sprechen von existenziellen Belastungen, zumal zusätzlich Engpässe bei der Versorgung auftreten.
Langfristig dürfte sich die Entwicklung dennoch auf Verbraucherpreise auswirken. Steigende Produktionskosten in der Landwirtschaft schlagen früher oder später auch auf Lebensmittelpreise durch.
Noch hoffen viele Landwirte auf eine Entspannung der Lage. Doch sollte der Konflikt andauern, könnten die Auswirkungen weit über die Landwirtschaft hinausreichen.
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