Die New York Knicks haben auch das zweite Spiel der NBA-Finals für sich entschieden und stehen nach einem dramatischen 105:104-Erfolg bei den San Antonio Spurs bereits mit einem Bein auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 1973.
Vor den Augen der heimischen Fans in San Antonio entwickelte sich ein hochspannendes Duell, das erst in den letzten Sekunden entschieden wurde. Die Knicks hatten zwischenzeitlich einen Vorsprung von 14 Punkten herausgespielt, mussten jedoch zusehen, wie die Spurs mit einem 14:0-Lauf eindrucksvoll zurückkamen und das Spiel kurz vor Schluss sogar drehen konnten.
In der entscheidenden Phase bewies New York erneut Nervenstärke. Nachdem Victor Wembanyama die Spurs 57 Sekunden vor Schluss mit 103:102 in Führung gebracht hatte, glich Jalen Brunson zunächst zum 104:104 aus. Wenige Sekunden später erhielt OG Anunoby nach einer erfolgreichen Trainer-Challenge drei Freiwürfe und brachte die Knicks wieder nach vorne.
Den Schlusspunkt setzte Brunson von der Freiwurflinie. Zwar verwandelte er nur einen seiner beiden Versuche, doch dieser Punkt reichte für die knappe 105:104-Führung. San Antonio bekam auf der letzten Angriffssequenz noch die Chance auf den Sieg, doch Wembanyama verfehlte mit seinem letzten Wurf den Korb.
Bester Spieler der Knicks war Karl-Anthony Towns, der mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein weiteres Double-Double erzielte. Jalen Brunson übernahm in der Schlussphase erneut Verantwortung und bestätigte seinen Ruf als einer der stärksten Spieler in engen Spielsituationen.
Bei den Spurs zeigte Victor Wembanyama eine starke Leistung mit 19 Punkten und sieben Rebounds, während De’Aaron Fox und Dylan Harper wichtige Impulse lieferten. Dennoch reichte die Aufholjagd am Ende nicht aus.
Für die Knicks bedeutet der Erfolg eine historische Ausgangsposition. In der Geschichte der NBA-Finals konnten bislang nur fünf Teams einen 0:2-Rückstand noch in einen Titelgewinn verwandeln. Gleichzeitig baut New York seine beeindruckende Playoff-Serie auf mittlerweile 13 Siege in Folge aus – ein neuer Franchise-Rekord.
Die Spurs stehen nun bereits im dritten Spiel der Serie unter erheblichem Druck. Wollen sie ihre Titelträume am Leben halten, benötigen sie vor eigenem Publikum dringend den ersten Finalsieg.
Die Knicks dagegen sind nur noch zwei Erfolge von ihrer ersten NBA-Meisterschaft seit mehr als fünf Jahrzehnten entfernt.
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