Startseite Allgemeines Klage gegen UFC-Kampf im Weißen Haus: Kritiker sprechen von Vermischung von Politik, Geschäft und Spektakel
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Klage gegen UFC-Kampf im Weißen Haus: Kritiker sprechen von Vermischung von Politik, Geschäft und Spektakel

Herolind08 (CC0), Pixabay
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Der für den 14. Juni geplante UFC-Kampf auf dem Gelände des Weißen Hauses sorgt in den USA für heftigen Streit. Zwei Bürger aus dem Bundesstaat Virginia haben nun Klage eingereicht, um die Veranstaltung zu stoppen.

Die Klage wurde von der Organisation Public Integrity Project im Namen eines Vietnamkriegsveteranen und eines Bürgerrechtsaktivisten eingereicht. Die Kläger argumentieren, dass die auf dem Gelände des Weißen Hauses errichteten Anlagen weder ausreichend genehmigt worden seien noch eine erforderliche Umweltprüfung durchlaufen hätten.

Vorwürfe gegen Trump und UFC

Im Mittelpunkt der Klage steht der Vorwurf, dass die Veranstaltung nicht in erster Linie den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit diene, sondern vielmehr kommerziellen Interessen.

Nach Ansicht der Kläger würden sowohl UFC-Präsident Dana White als auch Präsident Donald Trump finanziell von dem Event profitieren. Verwiesen wird dabei unter anderem auf Berichte, wonach Trump im Frühjahr Aktien des UFC-Mutterkonzerns im Wert von rund 50.000 Dollar erworben haben soll.

In der Klageschrift heißt es, die Veranstaltung sei „in keiner wesentlichen Weise eine Feier des 250. Jahrestages der amerikanischen Unabhängigkeit“, sondern vielmehr eine Feier der UFC-Marke und zugleich des 80. Geburtstags von Donald Trump.

Veranstaltung fällt mit Trumps Geburtstag zusammen

Der UFC-Kampf soll am 14. Juni auf dem Südrasen des Weißen Hauses stattfinden – exakt an dem Tag, an dem Trump seinen 80. Geburtstag feiert.

Bereits am Vortag ist das offizielle Wiegen der Kämpfer am Lincoln Memorial geplant.

Besonders daran entzündet sich die Kritik des Klägers Paul Romano, eines pensionierten Luftwaffen-Sergeants und Vietnamveteranen.

„Das Lincoln Memorial ist heiliger Boden und ehrt jeden, der jemals die Uniform dieses Landes getragen hat“, erklärte Romano. Es als Kulisse für einen gewinnorientierten Käfigkampf zu nutzen, damit der Präsident und seine Freunde Geld verdienen könnten, sei eine Entweihung.

Luxustickets für Millionenpublikum

Die Klage verweist zudem auf Berichte, wonach die UFC exklusive VIP-Pakete für Preise zwischen einer und 1,5 Millionen US-Dollar anbietet.

Für die Kläger ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass die Veranstaltung kommerziellen Charakter habe und nicht primär einem nationalen Gedenkanlass diene.

Brendan Ballou, Gründer des Public Integrity Project, bezeichnete das Vorhaben als „zutiefst korruptes Modell zur Bereicherung des Präsidenten und seines Umfelds“.

Er warnte davor, dass nationale Denkmäler und historische Orte künftig zu Werbeplattformen für wohlhabende und politisch gut vernetzte Personen werden könnten.

Vorbereitungen laufen bereits

Ungeachtet der Klage laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auf dem Gelände des Weißen Hauses wird derzeit ein UFC-Käfig aufgebaut.

Besonders auffällig ist eine riesige Beleuchtungskonstruktion, die von der UFC als „The Claw“ bezeichnet wird und mittlerweile weite Teile des Weißen Hauses überragt.

Ob die Gerichte den Kampf noch stoppen werden, ist derzeit offen. Die Veranstaltung hat jedoch bereits jetzt eine Debatte ausgelöst, wie weit die Nutzung staatlicher Einrichtungen für private und kommerzielle Großereignisse gehen darf.

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