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KARTELL-VORWÜRFE GEGEN MEXIKOS MACHTELITE: USA ERHEBEN ANKLAGE

MariaLR (CC0), Pixabay
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Ein politischer Paukenschlag erschüttert die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko: US-Staatsanwälte haben Anklage gegen den amtierenden Gouverneur des Bundesstaates Sinaloa, Rúben Rocha Moya, erhoben – wegen mutmaßlicher Zusammenarbeit mit einem der mächtigsten Drogenkartelle der Welt.

MASSIVE VORWÜRFE AUS NEW YORK

Laut Anklageschrift sollen Rocha Moya und neun weitere aktive oder ehemalige Amtsträger mit dem Sinaloa-Kartell kooperiert haben. Im Gegenzug für Bestechungsgelder und politische Unterstützung hätten sie den Schmuggel großer Mengen Drogen in die USA ermöglicht.

Dem Gouverneur wird konkret vorgeworfen, seine Position genutzt zu haben, um eine Fraktion des Kartells – die sogenannten „Los Chapitos“ – zu schützen.

KORRUPTION ALS SYSTEM

US-Ermittler zeichnen ein düsteres Bild: Ohne korrupte Politiker und Sicherheitskräfte könnten Kartelle wie jenes in Sinaloa nicht in diesem Ausmaß operieren. Die Organisation sei nicht nur ein Drogennetzwerk, sondern funktioniere durch ein System aus Bestechung und politischem Einfluss.

Neben Rocha Moya sind unter den Beschuldigten auch ein Senator, ein Bürgermeister sowie ein ranghoher Polizeibeamter.

MEXIKO WEIST VORWÜRFE ZURÜCK

Die mexikanische Regierung reagierte umgehend und wies die Vorwürfe als unzureichend belegt zurück. Die von den USA übermittelten Unterlagen enthielten keine ausreichenden Beweise für Festnahmen oder Auslieferungen, hieß es aus dem Außenministerium.

Die endgültige Entscheidung liege nun bei der Generalstaatsanwaltschaft.

POLITISCHER SPRENGSTOFF

Die Anklage gegen einen amtierenden Gouverneur – noch dazu aus der Regierungspartei von Präsidentin Claudia Sheinbaum – gilt als außergewöhnlich und brisant. Sie könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Mexiko weiter belasten.

TEIL EINER HÄRTEREN US-LINIE

Der Fall ist Teil einer verschärften Strategie der US-Regierung, gegen Drogenkartelle und deren mutmaßliche Unterstützer in Politik und Behörden vorzugehen.

Für Mexikos Regierung wird der Fall damit zu einer heiklen Gratwanderung zwischen nationaler Souveränität und internationalem Druck.

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