Das dürfte den amerikanischen Sportfans überhaupt nicht gefallen haben:
Titelverteidiger USA ist bei der Eishockey-Weltmeisterschaft überraschend im Viertelfinale ausgeschieden — ausgerechnet gegen den großen Rivalen Kanada.
Für viele Kanadier war das vermutlich mehr als nur ein Sieg. Es war praktisch Nationalsport-Therapie.
Denn wenn Kanada eines wirklich ernst nimmt, dann Eishockey. Und wenn man dabei auch noch die USA rauswerfen kann, wird in Toronto vermutlich gerade mehr gehupt als nach einer gewonnenen Stanley-Cup-Serie.
Die Amerikaner dagegen dürften sich fragen, wie das passieren konnte. Schließlich trat Team USA als amtierender Weltmeister an. Doch Kanada zeigte einmal mehr:
Wenn es hart auf hart kommt, erinnern sich die Kanadier plötzlich wieder daran, dass Eishockey eigentlich ihr Wohnzimmer ist.
Besonders bitter:
Die USA galten vor dem Turnier als Mitfavorit auf den Titel. Statt Gold gibt es jetzt allerdings nur die Heimreise und vermutlich einige sehr unangenehme TV-Diskussionen bei ESPN.
In Kanada hingegen dürfte man den Sieg genießen wie einen doppelten Ahornsirup auf Pancakes.
Denn gegen die USA zu gewinnen ist für kanadische Hockeyfans ungefähr so befriedigend wie für Fußballfans ein Sieg im Derby.
Und irgendwo wird garantiert bereits jemand sagen:
„Die Grenze gehört uns — und das Viertelfinale auch.“
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