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Kalifornien droht ein verheerendes Erdbeben – Experten warnen vor dem „Big One

geralt (CC0), Pixabay
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Ein katastrophales Erdbeben in Kalifornien gilt unter Fachleuten als nahezu unausweichlich – der sogenannte „Big One“ könnte jederzeit auftreten. Zwar kann niemand genau vorhersagen, wann und wo es passieren wird, doch die Wahrscheinlichkeit eines Bebens der Stärke 6,7 oder mehr in den nächsten 30 Jahren liegt laut US Geological Survey (USGS) bei nahezu 100 Prozent.

Besonders gefährdet sind die Regionen rund um San Francisco und Los Angeles. Im San-Francisco-Bay-Area besteht eine 72-prozentige Wahrscheinlichkeit für ein starkes Erdbeben bis zum Jahr 2043. Auch ein Beben der Stärke 7 oder höher ist mit 51 Prozent nicht unwahrscheinlich. Für Los Angeles beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens der Stärke 6,7 innerhalb von 30 Jahren 60 Prozent; für ein noch stärkeres Beben der Stärke 7,5 immerhin noch 31 Prozent.

Erinnerungen an historische Katastrophen wie das San-Francisco-Beben von 1906 oder das Northridge-Beben von 1994 machen deutlich, wie zerstörerisch solche Ereignisse sein können. Damals kamen Tausende ums Leben, zehntausende Gebäude wurden zerstört und Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

Die USGS-Erdbebenforscherin Christine Goulet betont, dass solche Beben selten, aber extrem gefährlich sind – vor allem dann, wenn sie dicht besiedelte Gebiete treffen. Die Schwierigkeit: Trotz aller Forschung lassen sich Zeitpunkt und Ort eines Bebens nicht exakt bestimmen. Stattdessen setzen Fachleute auf Wahrscheinlichkeitsanalysen und Präventionsmaßnahmen.

Dazu gehören bauliche Sicherheitsvorkehrungen, Frühwarnsysteme und regelmäßige Notfallübungen. Auch die Bevölkerung sollte vorbereitet sein: Ein Notfallplan für die Familie, eine Tasche mit Grundausstattung, Bargeldreserven und einfache Maßnahmen wie das Sichern von Möbeln können Leben retten. Besonders wichtig sei es, sich während eines Bebens richtig zu verhalten: Nicht fliehen, sondern sofort „hinuntergehen, schützen, festhalten“.

Trotz der beängstigenden Szenarien mahnen Experten wie Professor Richard Allen von der University of California zur Besonnenheit: Es gelte, vorbereitet zu sein, aber nicht in ständiger Angst zu leben.

 

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