US-Moderator Jimmy Kimmel hat in seiner Late-Night-Show die jüngsten Probleme mit dem Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington aufgegriffen und dabei Präsident Donald Trump scharf kritisiert.
Anlass war die auffällige Grünfärbung des Wassers im berühmten Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial. Nach einer kürzlich abgeschlossenen Renovierung hat sich dort erneut eine starke Algenbildung entwickelt.
Kimmel scherzte, Experten würden die Probleme darauf zurückführen, dass das Becken im Zuge der Sanierung in einem dunklen Blauton gestrichen wurde. Die dunklere Farbe speichere mehr Wärme, was das Wachstum von Algen begünstige.
„Trump versprach, den Sumpf trockenzulegen. Stattdessen hat er für 14 Millionen Dollar einen neuen gebaut“, witzelte Kimmel in seiner Sendung.
Kritik an teurer Renovierung
Die Sanierung des Reflecting Pools war von Trump im April angekündigt worden. Als Gründe nannte er Beschwerden über die Wasserqualität und Schäden an der Beckenstruktur. Die Arbeiten wurden im Juni abgeschlossen.
Mitarbeiter des National Park Service waren zuletzt dabei zu beobachten, Algen und Ablagerungen aus dem Becken zu entfernen. Das Innenministerium erklärte, die Anlage werde nun besser gepflegt als unter früheren Regierungen.
Nach Angaben der Behörde kommt dabei moderne „Nanobubble-Technologie“ zum Einsatz. Diese soll die Algenblüte zerstört haben. Die abgestorbenen Algen würden derzeit abgesaugt. Das Ministerium sprach von einer dauerhaften Lösung des Problems.
Experten bleiben skeptisch
Nicht alle Fachleute teilen diesen Optimismus. Der Umweltwissenschaftler Hans Paerl von der University of North Carolina erklärte gegenüber USA TODAY, dass das Wasser möglicherweise bis zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli nicht wieder seine ursprünglich blaue Färbung erreichen werde.
Spott über Trumps geplante Feierlichkeiten
Kimmel nutzte die Gelegenheit auch für weitere Seitenhiebe gegen den Präsidenten. Trump hatte angekündigt, am 4. Juli eine große Veranstaltung am Lincoln Memorial und am Washington Monument auszurichten, einschließlich eines umfangreichen Feuerwerks.
Der Moderator scherzte daraufhin, Trump könne am Ende „das Weiße Haus in Brand setzen“, weil er vermutlich noch größere Feuerwerke veranstalten wolle.
Der Streit um die Renovierung des Reflecting Pools ist damit inzwischen nicht nur ein Thema für Bau- und Umweltexperten, sondern auch Teil der politischen und medialen Auseinandersetzung um Trumps Projekte in Washington.
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