Während Unternehmen weltweit und viele Wirtschaftsexperten über steigende Preise besorgt sind, verteidigt Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, die von Präsident Donald Trump geplante Zollpolitik.
„Zölle sind ein wirtschaftliches Werkzeug – oder eine wirtschaftliche Waffe, je nachdem, wie sie eingesetzt werden“, erklärte Dimon am Mittwoch im Interview mit CNBC auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Man muss es in Perspektive setzen: Wenn es etwas inflationär ist, aber der nationalen Sicherheit dient, dann ist es eben so. Kommt darüber hinweg.“
Trump droht derzeit mit einem pauschalen Zollsatz von 10 % auf chinesische Importe sowie mit 25 % Zöllen auf Waren aus Mexiko und Kanada ab dem 1. Februar. Dimon sieht diese Maßnahmen jedoch nicht nur als Bedrohung, sondern auch als strategisches Mittel, um bessere Handelsbedingungen für die USA auszuhandeln.
„Solche Drohungen können effektiv genutzt werden, um Partner an den Verhandlungstisch zu bringen“, erklärte er. Möglich sei, dass die USA letztendlich geringere Zölle erheben oder sogar ganz auf neue Abgaben verzichten. „Wir werden es herausfinden“, so Dimon.
Viele Ökonomen, darunter auch Experten von JPMorgan Chase, warnen davor, dass die Kombination aus Zöllen und den von Trump angekündigten Massendeportationen die Inflation in den USA ankurbeln könnte. Strittig bleibt jedoch, ob Zölle lediglich einen einmaligen Preisanstieg verursachen oder ob Verbraucher langfristig höhere Preise erwarten und damit eine dauerhafte Inflation befeuern könnten.
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