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Iran-Krieg treibt Inflation an: US-Unternehmen kämpfen mit explodierenden Kosten

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay
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Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts mit dem Iran treffen die Vereinigten Staaten zunehmend mit voller Wucht. Neue Inflationsdaten zeigen, dass die Kosten für Unternehmen deutlich stärker steigen als erwartet. Vor allem die anhaltend hohen Energiepreise belasten die amerikanische Wirtschaft.

Nach den aktuellen Zahlen des US-Arbeitsministeriums stieg der Erzeugerpreisindex (Producer Price Index, PPI) im Mai um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht erhöhte sich die Erzeugerpreisinflation auf 6,5 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Ölpreis-Schock als Inflationstreiber

Als Hauptursache gilt die Entwicklung auf den Energiemärkten.

Seit Beginn der militärischen Eskalation im Nahen Osten sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Unternehmen müssen für Treibstoff, Transport, Logistik und zahlreiche Vorprodukte erheblich höhere Kosten tragen.

Besonders alarmierend:

Die monatliche Preissteigerung von 1,1 Prozent entspricht bereits dem kräftigen Anstieg aus dem Vormonat und markiert die stärkste Entwicklung seit März 2022.

Damit befindet sich die Großhandelsinflation in den USA auf einem Niveau, das zuletzt während der damaligen Inflationskrise erreicht wurde.

Unternehmen geben Kosten weiter

Der Erzeugerpreisindex misst die Preise, die Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen verlangen.

Steigen diese Preise, ist dies häufig ein Vorbote für spätere Preissteigerungen bei Verbrauchern.

Zwar werden höhere Kosten nicht immer vollständig an Endkunden weitergegeben. Doch je länger die Belastung anhält, desto größer wird der Druck auf Unternehmen, ihre Preise anzuheben.

Experten warnen deshalb davor, dass Verbraucher in den kommenden Monaten mit weiteren Preissteigerungen rechnen müssen.

Auch die Kerninflation bleibt hoch

Selbst ohne die stark schwankenden Energie- und Lebensmittelpreise zeigt sich ein deutlicher Inflationsdruck.

Die sogenannte Kernrate der Erzeugerpreise stieg im Mai um 0,4 Prozent und liegt weiterhin bei 4,9 Prozent im Jahresvergleich.

Noch deutlicher wird die Entwicklung bei einer erweiterten Kernmessung, die zusätzlich Handelsmargen ausklammert. Hier wurde im Mai ein monatlicher Anstieg von 0,8 Prozent gemessen – der höchste Wert seit vier Jahren.

Benzinpreise belasten Verbraucher bereits jetzt

Während die Großhandelsinflation zunächst Unternehmen trifft, spüren viele Amerikaner die Auswirkungen bereits an der Zapfsäule.

Die gestiegenen Kraftstoffpreise haben nach Angaben von Ökonomen maßgeblich dazu beigetragen, dass die US-Verbraucherpreise zuletzt auf 4,2 Prozent gestiegen sind – den höchsten Stand seit drei Jahren.

Für Millionen Haushalte bedeutet dies höhere Ausgaben für Mobilität, Heizung und alltägliche Konsumausgaben.

Schwierige Lage für die US-Notenbank

Die neuen Inflationszahlen könnten auch die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve beeinflussen.

Eigentlich hofften viele Marktteilnehmer auf Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf.

Die anhaltend hohe Inflation könnte diese Erwartungen jedoch deutlich erschweren.

Denn solange sich die Preisentwicklung nicht nachhaltig abschwächt, dürfte die Notenbank vorsichtig bleiben.

Droht eine neue Inflationswelle?

Ökonomen beobachten die Entwicklung mit wachsender Sorge.

Sollte der Konflikt im Nahen Osten weiter eskalieren oder die Ölpreise erneut kräftig steigen, könnten zusätzliche Inflationsimpulse folgen.

Damit wächst die Gefahr, dass die amerikanische Wirtschaft erneut vor einem Problem steht, das viele bereits überwunden glaubten:

einer hartnäckigen Inflationsspirale aus steigenden Energiepreisen, höheren Produktionskosten und zunehmenden Belastungen für Verbraucher.

Die aktuellen Zahlen zeigen jedenfalls deutlich, dass die wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Krisen längst nicht mehr nur die Finanzmärkte betreffen. Sie kommen zunehmend bei Unternehmen und Verbrauchern an – und könnten die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate entscheidend prägen.

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