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Iran greift US-Ziele im Nahen Osten an – Vergeltung nach amerikanischen Luftschlägen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach amerikanischen Luftangriffen auf iranische Militäranlagen hat Teheran in der Nacht zum Mittwoch mehrere Vergeltungsangriffe auf US-Ziele im Nahen Osten gestartet. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten Angriffe auf amerikanische Einrichtungen in Bahrain und Jordanien.

Nach Angaben der USA waren die zuvor durchgeführten Luftschläge eine Reaktion auf den Abschuss eines amerikanischen Apache-Kampfhubschraubers nahe der Straße von Hormus. Das US-Zentralkommando erklärte, die Operation sei inzwischen abgeschlossen. Getroffen worden seien iranische Luftabwehrstellungen, Kontrollzentren und Radaranlagen in der strategisch wichtigen Region rund um die Meerenge.

Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf amerikanische Militärziele. In Jordanien wurden laut Militärangaben fünf iranische Raketen abgefangen. Die Revolutionsgarden behaupteten, dabei einen US-Stützpunkt bei Al Azraq angegriffen zu haben. Unabhängige Belege für die von Teheran gemeldeten Schäden liegen bislang nicht vor.

Auch in Bahrain kam es zu Alarmmeldungen. Sirenen warnten die Bevölkerung vor einem möglichen Angriff. Videoaufnahmen zeigen einen hellen Lichtblitz in der Nähe der dort stationierten Fünften Flotte der US-Marine. Die Revolutionsgarden erklärten, sie hätten das Hauptquartier der Flotte mit Drohnen attackiert.

Darüber hinaus wurden auch in Kuwait Luftalarm ausgelöst und Abwehrmaßnahmen gegen mutmaßlich feindliche Flugobjekte eingeleitet. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.

Auf iranischer Seite wurden Explosionen in mehreren strategisch wichtigen Orten rund um die Straße von Hormus gemeldet, darunter auf der Insel Qeschm sowie in Bandar Abbas und Jask. Nach Angaben staatlicher Medien wurden dabei unter anderem Kommunikationsanlagen und Wasserreservoirs beschädigt. In einigen Ortschaften kam es vorübergehend zu Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung.

Trotz der jüngsten militärischen Konfrontation halten beide Seiten offiziell an diplomatischen Bemühungen fest. Vertreter der US-Regierung betonten, die Luftschläge seien als begrenzte Warnung gedacht gewesen und sollten laufende Verhandlungen nicht gefährden. Auch US-Vizepräsident JD Vance erklärte, ein Abkommen mit dem Iran sei weiterhin möglich.

Präsident Donald Trump sprach von einer „starken und entschlossenen Antwort“ der Vereinigten Staaten und hatte bereits zuvor angekündigt, auf den Abschuss des Hubschraubers reagieren zu müssen. Die beiden Besatzungsmitglieder waren nach dem Vorfall gerettet worden. Nach Angaben amerikanischer Behörden wurde der Hubschrauber vermutlich durch eine iranische Drohne abgeschossen. Ob er gezielt angegriffen wurde, ist bislang unklar.

Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen, wie fragil die Lage im Nahen Osten weiterhin ist. Trotz laufender Verhandlungen besteht die Gefahr, dass einzelne militärische Zwischenfälle jederzeit zu einer weiteren Eskalation des Konflikts führen könnten.

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