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Iran fordert 24 Milliarden Dollar von den USA und warnt vor Ausweitung des Konflikts

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein mögliches Friedensabkommen befinden sich nach Angaben eines hochrangigen iranischen Regierungsberaters in einer Sackgasse. Teheran macht die Freigabe von insgesamt 24 Milliarden US-Dollar eingefrorener Vermögenswerte zur Voraussetzung für weitere Fortschritte in den Gesprächen.

Mohsen Rezaei, militärischer Berater des iranischen Oberhaupts Ajatollah Mojtaba Chamenei, erklärte in einem Interview, dass nun US-Präsident Donald Trump am Zug sei. Die Verhandlungen seien festgefahren, die USA müssten den nächsten Schritt machen.

Nach iranischen Vorstellungen sollen zunächst 12 Milliarden Dollar unmittelbar nach einem Übergangsabkommen freigegeben werden. Weitere 12 Milliarden Dollar sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Rezaei bezeichnete die Forderung als Vertrauensbeweis und betonte, es handele sich um iranisches Vermögen, das lediglich freigegeben werden müsse.

In Washington wird diese Forderung kritisch gesehen. Die US-Regierung befürchtet, dass die Freigabe der Gelder eines ihrer wichtigsten Druckmittel gegenüber Teheran beseitigen könnte. Präsident Trump hat mehrfach erklärt, dass ein neues Abkommen deutlich strenger ausfallen müsse als das internationale Atomabkommen von 2015.

Gleichzeitig warnte Rezaei vor einer erneuten militärischen Eskalation. Sollte es wieder zu Kampfhandlungen kommen, werde sich ein Konflikt nicht auf den Persischen Golf beschränken. Der Iran könne seine militärischen Aktivitäten auf weitere Regionen ausdehnen, darunter den Indischen Ozean, das Rote Meer, die Meerenge Bab al-Mandab sowie das Mittelmeer. Zudem drohte er mit Angriffen auf weitere amerikanische Militärstützpunkte in der Region.

Ein mögliches Treffen zwischen Präsident Trump und Ajatollah Chamenei schloss Rezaei derzeit aus. Die Gespräche befänden sich noch in einer frühen Phase und seien durch die aktuelle Situation blockiert.

Darüber hinaus bekräftigte der iranische Politiker den Anspruch seines Landes auf eine gemeinsame Verwaltung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zusammen mit dem Oman. Über diese Wasserstraße wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggasexports transportiert. Künftig könnten nach iranischen Vorstellungen Gebühren für die Nutzung und Instandhaltung der Route erhoben werden.

Sollten die Verhandlungen scheitern, sieht sich Teheran nach eigenen Angaben auf eine mögliche militärische Konfrontation vorbereitet. Rezaei erklärte, die tatsächlichen militärischen Fähigkeiten des Iran würden international unterschätzt.

Zugleich zog der langjährige Revolutionsgarden-Kommandeur ein bemerkenswertes Fazit des jüngsten Konflikts mit den USA und Israel. Er bezeichnete diesen als ersten militärischen Sieg der Islamischen Republik in ihrer 47-jährigen Geschichte und sprach von einem historischen Erfolg für den Iran.

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