Angesichts wachsender Spannungen im Nahen Osten geraten nun auch Bildungseinrichtungen ins Visier. Nach Berichten über Drohungen aus dem Iran haben mehrere US-amerikanische Universitäten in der Region ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft – erste Standorte wurden vorübergehend geschlossen.
Auslöser sind Warnungen, die der iranischen Revolutionsgarde zugeschrieben werden. Demnach könnten amerikanisch geführte Hochschulen Ziel möglicher Angriffe werden. Die US-Botschaft in Bagdad bestätigte entsprechende Hinweise und warnte ausdrücklich vor Gefahren für Universitäten in mehreren irakischen Städten, darunter Bagdad, Sulaymaniyah und Dohuk.
Die Botschaft sprach von konkreten Drohungen gegen amerikanische Bildungseinrichtungen in verschiedenen Teilen des Nahen Ostens. Auch Institutionen, die lediglich als mit den USA verbunden gelten, könnten demnach ins Visier geraten.
Erste Konsequenzen folgten umgehend: Die American University of Beirut stellte den Betrieb auf ihrem Campus in Beirut vorübergehend ein und wechselte in den Online-Modus. Auch die Georgetown University schloss ihr Gebäude in Katar bis auf Weiteres. Beide Einrichtungen betonten, es gebe keine konkreten Hinweise auf unmittelbare Angriffe – man handle aus Vorsicht.
Die Drohungen stehen offenbar im Zusammenhang mit der aktuellen militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und Iran. Teheran spricht von Vergeltung für Luftangriffe, bei denen nach eigenen Angaben auch Universitäten im Iran getroffen worden seien.
Die Unsicherheit erfasst inzwischen die gesamte Region. Mehrere US-Hochschulen betreiben Standorte im Nahen Osten, darunter auch New York University in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort wurde der Lehrbetrieb bereits zuvor auf дистанzierte Formate umgestellt.
Parallel verschärfen die USA ihre Reisehinweise. Das Außenministerium rät amerikanischen Staatsbürgern zur Ausreise aus zahlreichen Ländern der Region. In vielen Staaten gilt inzwischen die höchste oder zweithöchste Sicherheitswarnstufe.
Die Entwicklung zeigt, wie weitreichend die aktuelle Eskalation inzwischen ist. Längst sind nicht mehr nur militärische Ziele betroffen – auch zivile Einrichtungen wie Universitäten geraten zunehmend in den Fokus geopolitischer Konflikte.
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