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Investitionen in Aktien und Rohstoffe

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Ein gutes Jahr für mutige Anleger – Aktien und Rohstoffe wie Öl haben Anlegern in diesem Jahr kräftige Kursgewinne beschert. Insgesamt war daher ihre Risikobereitschaft gefragt, damit aus 100.000 Euro deutlich mehr werden konnte.
2016 hat Anlegern Chancen geboten, ihr Geld zu mehren – trotz des Zinsumfeldes.

Die Ideen mussten nicht ausgefallen sein. Mut zum Risiko mussten Anleger aufbringen und in Aktien, Schwellenländer oder Rohstoffe investieren. Ausgezahlt hat sich der Blick in die Ferne.

Aus europäischer Sicht hat sich der Bovespa-Aktienindex in Brasilien positiv entwickelt – eines der vier größten Schwellenländer der Welt. Aus 100.000 Euro wären in 2016 ca. 174.500 Euro geworden. Unter den Börsenfavoriten sind auch in diesem Jahr unbekannte, schwer zugängliche und wenig liquide Aktienmärkte zu finden. Der kasachische Index ermöglichte beim Einsatz von 100.000 Euro einen Gewinn von 68.000 Euro. In peruanischen Aktien beträgt das Plus 67.600 Euro.

Im Wert gestiegen sind Aktienkurse in Industrieländern wie den Vereinigten Staaten – auch für nichtspekulative Anlagen. Die großen amerikanischen Indizes waren in 2016 – anders als die europäischen – auf Rekordjagd. Kursgewinne wurden aufgebessert, da sie aus der Sicht des europäischen Anlegers günstige Entwicklung des Wechselkurses erkannten: Der Euro hat per 23.01. seit Jahresbeginn etwa 2 Prozent an Wert verloren. Das Argument ist nicht zwingend, aber die Erkenntnis!

In Dollar gehandelte Wertpapiere sind aus europäischer Sicht auch nach dem Einsatz von Trump als Präsidenten im Preis gestiegen – gut für Anleger, die rechtzeitig investiert haben. Das Überangebot an Erdöl hat den Preis fallen lassen. Positiv wirkten die besser laufende Weltwirtschaft und die Einigung der Opec-Staaten auf eine Kürzung der Ölförderung.

In diesem Jahr waren Edelmetalle eine gute Anlageidee. Goldinvestments in entsprechender Höhe hätten – neben anderen Qualitäten – ein Plus von 12.200 Euro erbracht. Noch deutlicher ist der Anstieg bei Silber. Hier würde der Gewinn nun 20.600 Euro betragen. Edelmetalle waren in diesem Jahr immer wieder als Hort der Sicherheit gefragt, wenn sich die Sorgen der Anleger wieder mehrten.

Insgesamt hat jedoch die Risikoscheu der Investoren in diesem Jahr abgenommen. Inwieweit das im Hinblick auf Präsident Trump so bleibt, muss beobachtet werden. In den Vorjahren wurden Schwellenländer und deren hohe Risiken gemieden. Nun haben sie Geld in die „Emerging Markets“ wie Brasilien fließen lassen. Die höheren Preise für Rohstoffe haben die wirtschaftliche Lage in den Schwellenländern verbessert. Viele gehören zu den Exporteuren von Rohstoffen. Die lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank hatte länger Bestand als erwartet. Ein breiter Schwellenländeraktienindex wie der MSCI hätte wagemutigen Investoren theoretisch ein Plus von 12.200 Euro beschert. Noch besser liefen aus europäischer Sicht sogar Schwellenländeranleihen mit einem Ertrag von 15.000 Euro.

Privatanleger stoßen nicht auf einen ausgewogenen Markt. Sie müssen dessen Risiken kennen. Rohstoffe, Termingeschäfte und Edelmetalle (Gold) sind Risikopositionen und trotz häufiger wirtschaftlicher Erfolge dem Graumarkt zuzuordnen. Wer lieber im eigenen Land blieb, musste starke Nerven besitzen, wurde aber belohnt. Der Dax lag bis Anfang Dezember im Minus und hat – vorübergehend – besser abgeschnitten als der M-Dax. Für die Nebenwerte steht im Jahr 2016 ein Plus von 6.600 Euro zu Buche, nach einem Anstieg um 21.000 Euro 2015. Zehnjährige Bundesanleihen sind – anders als im Jahr 2015 – weniger erfolgreich gewesen als der Dax. Sie wurden dennoch nicht zum Verlustbringer.

Wenig überraschend haben klassische Zinsanlagen wie einige europäische Aktienmärkte enttäuscht. Spanische, italienische oder portugiesische Aktien, aber auch Schweizer Titel hätten dem Depot Verluste beschert. Das gilt selbst für das Sparbuch, vor allem, da die Inflationsrate in Deutschland wieder gestiegen ist. Anleger sollten nicht immer auf Altbewährtes setzen. Der Blick nach Skandinavien zeigt, dass in den Vorjahren dänische und norwegische  Aktien für Investoren aus dem Euroraum lukrativ waren – für 2016 nicht!

Großartige Ideen müssen kein großartiges Ergebnis, aber Wartezeit haben.

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