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Internationale Cyberattacke legt Universitäten und Schulen lahm

Alltechbuzz_net (CC0), Pixabay
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Eine groß angelegte Cyberattacke hat weltweit tausende Schulen und Universitäten getroffen und mitten in der Prüfungsphase für massive Störungen gesorgt. Betroffen ist vor allem die Lernplattform „Canvas“, die an Bildungseinrichtungen in den USA, Kanada und Australien eingesetzt wird.

Nach Medienberichten soll die bekannte Hackergruppe „ShinyHunters“ hinter dem Angriff stehen.

Tausende Bildungseinrichtungen betroffen

Die Plattform Canvas, die vom Unternehmen Instructure betrieben wird, fiel zeitweise komplett aus. Weltweit sollen rund 9.000 Bildungseinrichtungen betroffen sein.

Für viele Studierende kam der Angriff zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt:

  • Prüfungen konnten nicht geschrieben werden,
  • Hausarbeiten nicht hochgeladen werden,
  • Lehrmaterialien waren plötzlich nicht mehr erreichbar.

Die Universität Sydney warnte ihre Studierenden ausdrücklich davor, sich einzuloggen, während die Penn State University in den USA sogar Prüfungen absagen musste.

Auch:

  • die University of Toronto,
  • die University of British Columbia,
  • die UCLA
  • und die University of Chicago
    meldeten massive Probleme.

Hacker sollen Lösegeld fordern

Besonders brisant:
An der University of Chicago tauchten offenbar Nachrichten der Hackergruppe auf, in denen Universitäten zu geheimen Verhandlungen über Lösegeldzahlungen aufgefordert wurden.

Andernfalls drohe die Veröffentlichung sensibler Daten.

Sicherheitsanalysten gehen davon aus, dass hinter den Kulissen bereits über mögliche Erpressungszahlungen verhandelt wird.

Bildungssystem zunehmend Ziel von Cyberkriminalität

Der Vorfall zeigt erneut, wie abhängig moderne Bildungssysteme inzwischen von zentralisierten Cloud- und Onlineplattformen geworden sind.

Fällt ein solcher Anbieter aus, steht an vielen Hochschulen praktisch der gesamte Lehrbetrieb still.

Kritiker warnen seit Jahren davor, dass Schulen und Universitäten beim Thema Cybersicherheit häufig schlecht vorbereitet seien – obwohl dort:

  • personenbezogene Daten,
  • Prüfungsunterlagen,
  • Forschungsdaten
  • und interne Kommunikationssysteme gespeichert werden.

Politik warnt vor wachsender Bedrohung

Die Attacke kommt zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt. Erst am selben Tag hatte der demokratische US-Senator Chuck Schumer die Trump-Regierung aufgefordert, den Schutz vor Cyberangriffen deutlich zu verstärken.

Besonders mit Blick auf künstliche Intelligenz und automatisierte Hackerangriffe wachse die Gefahr massiv.

Schumer warnte:

„Bevor Amerikaner mit Ausfällen, Störungen und Angriffen konfrontiert werden, die Leben und Existenzen gefährden könnten.“

Digitale Abhängigkeit wird zum Risiko

Der aktuelle Angriff dürfte die Debatte über die Sicherheit digitaler Infrastruktur weiter verschärfen. Denn der Vorfall zeigt:
Nicht nur Banken oder Behörden stehen im Fokus von Cyberkriminellen – inzwischen geraten auch Schulen und Universitäten zunehmend ins Visier internationaler Hackergruppen.

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