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Insolvenzwelle quer durch Deutschland: Zahlreiche Unternehmen unter vorläufiger Verwaltung

geralt (CC0), Pixabay
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Am 7. Mai 2026 haben zahlreiche Insolvenzgerichte in Deutschland neue Sicherungsmaßnahmen und vorläufige Insolvenzverfahren veröffentlicht. Betroffen sind Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen – vom Baugewerbe über Gastronomie und Logistik bis hin zu Industrie, Beratung und Medizintechnik.

Allein am 7. Mai wurden dutzende neue Verfahren bekannt.

Industrie, Bau und Handwerk stark betroffen

Besonders auffällig ist die Zahl der Verfahren im Bau- und Handwerksbereich. So wurden unter anderem Verfahren gegen mehrere Bau-, Stahlbau- und Sanierungsunternehmen veröffentlicht.

Dazu gehören unter anderem:

  • Metall-Stahlbau Stein GmbH aus Bautzen
    Aktenzeichen: 532 IN 1612/26
    Insolvenzgericht Dresden
  • Schwarte Bau GmbH aus Rhede (Ems)
    Aktenzeichen: 9 IN 72/26
    Insolvenzgericht Meppen
  • T&S Bausan GmbH aus Rangsdorf
    Aktenzeichen: 650 IN 50/26
    Insolvenzgericht Potsdam
  • StepUP Systembau GmbH aus Krefeld
    Aktenzeichen: 500 IN 146/26
    Insolvenzgericht Krefeld
  • Malerfachbetrieb Farbenwerk GmbH aus Montabaur-Horressen
    Aktenzeichen: 14 IN 265/25
    Insolvenzgericht Montabaur

Auch Zulieferer und Produktionsunternehmen geraten zunehmend unter Druck:

  • GSU GmbH Stanz- und Umformtechnik aus Ludwigsburg
    Aktenzeichen: 2 IN 348/26
    Insolvenzgericht Ludwigsburg
  • Paper Tech Germany GmbH aus Unterwellenborn
    Aktenzeichen: 8 IN 97/26
    Insolvenzgericht Gera
  • robot-machining GmbH aus Seligenstadt
    Aktenzeichen: 8 IN 122/26
    Insolvenzgericht Offenbach am Main

Gastronomie und Eventbranche weiter unter Druck

Auch die Gastronomie bleibt von wirtschaftlichen Problemen betroffen. Neue Verfahren betreffen unter anderem:

  • Wirtshaus im Jagdgrund GmbH aus Karlsruhe
    Aktenzeichen: 105 IN 327/26
    Insolvenzgericht Karlsruhe
  • Pizza Essen GmbH aus Essen
    Aktenzeichen: 160 IN 63/26
    Insolvenzgericht Essen
  • Restaurant Athen UG aus Königslutter am Elm
    Aktenzeichen: 25 IN 145/25
    Insolvenzgericht Wolfsburg
  • Ess(t)raum Catering GmbH aus Hannover
    Aktenzeichen: 909 IN 164/26
    Insolvenzgericht Hannover

Auch die Veranstaltungsbranche taucht erneut in den Veröffentlichungen auf:

  • OTIUM EVENT GmbH & Co. Offshore Ausrüstungen KG aus Bad Schandau
    Aktenzeichen: 532 IN 832/26
    Insolvenzgericht Dresden

Immobilien, Beratung und Dienstleistungen betroffen

Im Immobilien- und Dienstleistungssektor wurden ebenfalls mehrere Verfahren veröffentlicht.

Darunter:

  • Norddeutsche Immobilien GmbH aus Uetersen
    Aktenzeichen: 71 IN 45/26
    Insolvenzgericht Pinneberg
  • Projektgesellschaft am Göhlenbach mbH aus Buxtehude
    Aktenzeichen: 1 IN 78/26
    Insolvenzgericht Schwarzenbek
  • Melanie Vopel Consulting GmbH aus Wolfhagen
    Aktenzeichen: 666 IN 144/26 e
    Insolvenzgericht Kassel
  • Joint Marketing Consult UG aus Darmstadt
    Aktenzeichen: 9 IN 159/26
    Insolvenzgericht Darmstadt

Technologie- und Energiebereich ebenfalls betroffen

Auffällig ist zudem die Zahl technologieorientierter Unternehmen unter den aktuellen Verfahren.

Dazu zählen:

  • Siqens GmbH aus München
    Aktenzeichen: 1500 IN 1683/26
    Insolvenzgericht München
  • SynTech GmbH aus Olching
    Aktenzeichen: 1542 IN 1682/26
    Insolvenzgericht München
  • PVT-Strom und Wärme GmbH aus Neutraubling
    Aktenzeichen: 4 IN 140/26
    Insolvenzgericht Regensburg
  • Envisics GmbH aus Neu-Isenburg
    Aktenzeichen: 8 IN 382/26
    Insolvenzgericht Offenbach am Main

Auch Steuerberatungsgesellschaft betroffen

Für Aufmerksamkeit sorgt zudem das Verfahren gegen die:

  • Weiland & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Fürstenfeldbruck
    Aktenzeichen: 1507 IN 1126/26
    Insolvenzgericht München

Verfahren bundesweit verteilt

Die aktuellen Veröffentlichungen zeigen erneut, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten längst nicht mehr einzelne Branchen oder Regionen betreffen. Verfahren wurden unter anderem an Gerichten in München, Dresden, Dortmund, Hannover, Hamburg, Karlsruhe, Berlin, Rostock, Essen, Krefeld, Ulm und Potsdam veröffentlicht.

In zahlreichen Fällen handelt es sich zunächst um Sicherungsmaßnahmen beziehungsweise vorläufige Insolvenzverfahren. Ob es zu regulären Insolvenzverfahren, Sanierungen oder möglichen Fortführungen der Unternehmen kommt, bleibt nun Gegenstand der weiteren gerichtlichen und wirtschaftlichen Prüfungen.

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