Deutschland schwitzt. Das Thermometer klettert auf Rekordwerte, Ventilatoren laufen auf Hochtouren und selbst der Asphalt überlegt, ob er nicht lieber flüssig bleiben möchte. Wer allerdings glaubt, die größte Hitzequelle sei die Sonne, kennt die Pressekonferenzen der Grünen noch nicht.
Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, beim Thema Hitze „beeindruckend empathielos“ zu sein. Offenbar hätte sich die Opposition zumindest eine Fernsehansprache gewünscht: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, trinken Sie Wasser und meiden Sie die Mittagssonne.“
Das hätte zwar die Temperaturen nicht gesenkt, aber immerhin die Pressemitteilung verlängert.
Klimaanlage? Natürlich auf Staatskosten!
Man gewinnt langsam den Eindruck, dass die eigentliche Forderung lautet: Jeder Bürger bekommt eine staatlich finanzierte Klimaanlage – natürlich betrieben mit moralisch einwandfreiem Ökostrom und inklusive CO₂-neutralem Fernbedienungsservice.
Denn wenn es draußen 38 Grad hat, hilft bekanntlich am besten ein weiterer Arbeitskreis, ein Hitzegipfel und mindestens drei neue Förderprogramme.
Hitze ist schlimm – Föderalismus auch
Besonders unerquicklich: Während die Bundesregierung darauf verweist, dass Länder und Kommunen bereits Milliarden für Investitionen erhalten haben, klingt es bei den Grünen so, als müsste Friedrich Merz persönlich jedem Seniorenheim einen Sonnenschirm aufstellen.
Dabei gilt wie so oft: Zuständigkeiten sind in Deutschland ungefähr so übersichtlich wie die Bedienungsanleitung eines Smart-TVs.
Sommer? Früher hieß das einfach Juli
Natürlich sind Hitzewellen eine ernstzunehmende Belastung – insbesondere für ältere Menschen, Kranke und Kinder. Doch die politische Debatte wirkt stellenweise so, als sei die Sonne erst seit letzter Woche in Betrieb.
Der Sommer macht eben das, was Sommer seit Jahrtausenden tun: Er wird warm. Überraschend ist daran höchstens, dass jedes Jahr so getan wird, als hätte das Wetter den Koalitionsvertrag nicht gelesen.
Die eigentliche Ursache der Aufregung?
Man könnte fast vermuten, dass die schlechte Laune weniger mit dem Wetter als mit der Raumtemperatur in den Parteibüros zusammenhängt. Vielleicht hätte eine ordentlich gekühlte Geschäftsstelle die Stimmung deutlich verbessert.
Denn seien wir ehrlich: Wer bei 36 Grad in einem stickigen Besprechungsraum sitzt, regt sich zwangsläufig über alles auf – über Friedrich Merz, über den Klimawandel und vermutlich auch über den Kollegen, der das Fenster geöffnet hat.
Fazit
Die Hitze ist real. Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Menschen sind sinnvoll und notwendig. Doch politische Empörung allein senkt keine Temperatur.
Oder anders gesagt: Bevor der nächste Hitzegipfel einberufen wird, könnte man vielleicht einfach einen Ventilator einschalten. Der wirkt zwar nicht gegen den Klimawandel – aber manchmal erstaunlich gut gegen schlechte Laune.
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