Die Welt hält den Atem an, die Schweiz verteilt zusätzliche Namensschilder: Am Sonntag haben die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein dauerhaftes Friedensabkommen begonnen. Ziel ist es, innerhalb von 60 Tagen einen historischen Durchbruch zu erzielen – oder zumindest genügend Arbeitsgruppen zu gründen, damit niemand merkt, dass sich alle im Kreis drehen.
Ursprünglich hätte das Treffen bereits am Freitag stattfinden sollen. Die US-Delegation sagte jedoch kurzfristig ab, vermutlich weil man zunächst herausfinden musste, wo genau die Schweiz liegt und ob dort tatsächlich alles pünktlich beginnt.
Als Vermittler fungiert ausgerechnet Pakistan, das damit endgültig den Titel „unerwartetster Friedensmakler des Jahres“ gewonnen hat. Unterstützt wird die Mission von Katar, das inzwischen bei internationalen Konflikten häufiger vermittelt als manche Menschen ihre Nachbarn grüßen.
Historische Anreise im schwarzen SUV
US-Vizepräsident JD Vance traf am Sonntagmorgen auf dem Militärflugplatz Emmen ein und wurde anschließend in einem schwarzen SUV zum Bürgenstock chauffiert. Augenzeugen berichten, dass die Fahrzeugkolonne exakt so aussah wie jede andere Fahrzeugkolonne bedeutender Politiker seit 1987.
In seiner Eröffnungsrede sprach Vance von einem „historischen Treffen“. Experten bestätigten daraufhin, dass das Wort „historisch“ damit zum 14. Mal innerhalb von drei Tagen verwendet wurde.
Bereits am Vortag waren Trumps Sondergesandter Steve Witkoff sowie Jared Kushner eingetroffen. Beide gelten als erfahrene Verhandler, die bereits mehrfach bewiesen haben, dass sie Räume betreten und wieder verlassen können.
Trump droht zur Entspannung
Kaum hatten die Gespräche begonnen, meldete sich Donald Trump zu Wort und drohte dem Iran vorsorglich mit neuen Angriffen. Politische Beobachter werteten dies als klassischen Beitrag zur Vertrauensbildung.
„Wenn ihr euch nicht benehmt, greifen wir euch noch härter an“, schrieb Trump sinngemäß auf seiner Plattform. Diplomaten bezeichneten die Wortwahl als „ungewöhnlich direkt“, während Historiker anmerkten, dass sie immerhin deutlich kürzer sei als viele frühere Beiträge.
Iran bietet schriftliche Garantie an
Aus Teheran kamen derweil positive Signale. Präsident Massud Peseschkian erklärte, man könne schriftlich festhalten, keine Atombombe bauen zu wollen.
Internationale Experten zeigten sich erfreut. Schließlich ist eine schriftliche Zusicherung im Nahen Osten traditionell nur geringfügig weniger verbindlich als ein Neujahrsvorsatz im Fitnessstudio.
Schwieriges Thema: Die Straße von Hormus
Für zusätzliche Spannung sorgt die Straße von Hormus. Der Iran erklärte erneut, die Passage sei gesperrt. Das US-Militär erklärte zeitgleich, sie sei nicht gesperrt.
Beobachter vermuten daher, dass sich die Wasserstraße derzeit in einem quantenmechanischen Zustand befindet und gleichzeitig offen und geschlossen ist, bis jemand tatsächlich hindurchfährt.
Tatsächlich passierten laut US-Angaben innerhalb eines Tages 55 Schiffe die Meerenge. Der Iran wertete dies offenbar als Beweis dafür, wie dringend eine Sperre notwendig sei.
Schweiz bleibt neutral
Während die Delegationen verhandeln, konzentriert sich die Schweiz auf ihre traditionelle Rolle: neutral bleiben, freundlich lächeln und sicherstellen, dass niemand den Teppich im Konferenzraum beschädigt.
Das Resort Bürgenstock wurde großräumig abgesichert. Mehrere Straßen sind gesperrt, Polizeikräfte kontrollieren Fahrzeuge und Hotelgäste. Ein Sprecher erklärte, man wolle verhindern, dass jemand versehentlich Frieden schließt, ohne vorher die entsprechenden Formulare auszufüllen.
60 Tage für den Weltfrieden
Die Verhandler haben nun 60 Tage Zeit, ein dauerhaftes Friedensabkommen auszuarbeiten. Politische Analysten halten das für ambitioniert.
Zum Vergleich: Die meisten Menschen benötigen bereits drei Wochen, um einen gemeinsamen Termin für ein Abendessen zu finden.
Dennoch gibt man sich optimistisch. Schließlich haben sich die USA, der Iran, Pakistan, Katar und mehrere weitere Akteure an einem Tisch versammelt. Wenn daraus kein Frieden entsteht, dann zumindest ein sehr umfangreiches Abschlussprotokoll.
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