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Heiter war gestern – Politik lässt Straßenbahn-Hersteller auf dem Abstellgleis stehen

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ein Tag, der in die Geschichte eingehen könnte: als der Moment, in dem Deutschland sich offiziell von der Verkehrswende verabschiedete. Zumindest in Leipzig.

Denn genau an diesem Tag meldete sich das Amtsgericht Leipzig mit einer Nachricht, die in der sächsischen Straßenbahnwelt so einschlug wie ein Plattfuß bei voller Fahrt: Die HeiterBlick Straßenbahnen GmbH ist insolvent. Ja genau, die Firma, die unsere Städte rollend in die Zukunft bringen sollte, steht jetzt selbst still. Und das, obwohl der Name so fröhlich klingt. HeiterBlick? Aktuell eher TrübBlick.

Die Politik? Reagiert mit einem gepflegten Schulterzucken.

Dabei reden doch alle ständig von „grüner Mobilität“, „Klimazielen“ und „mehr ÖPNV“. Da denkt man sich: Prima! Wer Züge baut, ist systemrelevant – oder? Tja, offenbar nur, wenn er in einem fancy Imagevideo der Bundesregierung vorkommt oder zufällig eine Fluggesellschaft ist. Dann fliegen Milliardenhilfen ein wie warme Semmeln.

Aber ein mittelständischer Bahnhersteller in Leipzig? Nee, das ist wohl zu analog für die Digitalisierungsfreunde im Ministerium. Lieber rettet man Großkonzerne, die mit der Kompetenz eines Navigationsgeräts in der Tiefgarage gegen die Wand fahren. Mittelstand? Soll doch gefälligst selbst zusehen, wo er bleibt. Vielleicht mit einem Lastenfahrrad.

Der Insolvenzverwalter übernimmt – und wir übernehmen uns vor Staunen.

Jetzt ist also Dr. Andreas Kleinschmidt am Zug – er wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt. Aufgabe: Bücher prüfen, Gelder überwachen, Gläubigerausschüsse bei Laune halten. Klingt irgendwie wie ein Escape-Room in der Hölle der Bürokratie. Nur mit mehr Paragrafen.

Und was macht die Politik währenddessen? Genau: nichts. Vielleicht plant man schon das nächste Förderprogramm für holografische E-Mopeds auf Wasserstoffbasis. Aber bitte nicht in Leipzig, das wäre ja zu konkret.

Fazit: Verkehrswende? Bitte warten!

Wenn ein Unternehmen wie HeiterBlick pleitegeht, während gleichzeitig Milliarden für sinnfreie Prestigeprojekte verpulvert werden, dann fragt man sich schon: Ist das Konzept „Verkehrswende“ vielleicht nur ein gut getarnter Scherz?

Denn eines steht fest: Heiter ist hier gar nix mehr. Und wenn das so weitergeht, fahren wir bald mit dem Kofferraum voller Klimaziele ins politische Nirwana – aber nur, wenn wir das Benzin dafür noch bezahlen können.

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