Der plötzliche Tod von Manninger hat weit über Österreich hinaus tiefe Bestürzung ausgelöst. Nicht nur der heimische Fußball steht unter Schock – auch internationale Spitzenvereine und frühere Wegbegleiter trauern um einen Mann, der auf und neben dem Platz bleibende Spuren hinterlassen hat.
Manninger kam am Donnerstag bei einem tragischen Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben. Er wurde nur 48 Jahre alt. Sein Tod reißt eine schmerzliche Lücke – in seine Familie, in den österreichischen Fußball und in die Herzen vieler Menschen, die ihn als außergewöhnlichen Sportler und besonderen Menschen erlebt haben.
Die Anteilnahme ist riesig. Vereine wie Arsenal, Juventus, Liverpool, Fiorentina, Augsburg, der GAK, Austria Salzburg und Red Bull Salzburg reagierten mit tief bewegenden Worten. Arsenal schrieb, man sei „geschockt“, Juventus sprach von einem „traurigen Tag“, Liverpool zeigte sich „zutiefst betroffen“. Diese Reaktionen machen deutlich, welchen Respekt und welchen Stellenwert Manninger im internationalen Fußball genoss.
Denn Manninger war weit mehr als nur ein hervorragender Torhüter. Er war ein Österreicher, der es bis auf die ganz große Fußballbühne geschafft hat. 33 Länderspiele für Österreich, Einsätze bei einigen der größten Vereine Europas – Stationen, von denen viele nur träumen können. Für viele war er ein stiller Star. Einer, der nie laut sein musste, um Größe auszustrahlen.
In Österreich bleibt Manninger für immer auch der „Held von San Siro“. Als junger Goalie brachte er mit sensationellen Paraden selbst große europäische Stars zur Verzweiflung – ein Auftritt, der ihm die Tür zur internationalen Karriere öffnete. 1997 wechselte er nach England und schrieb Geschichte als erster Österreicher in der Premier League. Schon kurz darauf gewann er mit seinem Club das Double. Eine außergewöhnliche Karriere, die ihn später auch nach Italien und Deutschland führte.
Besonders berührend sind die Worte ehemaliger Mitspieler und Weggefährten. Sie erinnern an einen Menschen, der nicht nur sportlich beeindruckte, sondern auch durch seinen Charakter. Manninger war kein Mann des großen Rampenlichts. Er war eher leise, nachdenklich, manchmal zurückgezogen – aber zugleich ehrgeizig, wissbegierig und voller innerer Stärke. Ein Mensch mit Haltung, einer, der sich nie verbiegen ließ.
Viele beschrieben ihn als bescheiden, freiheitsliebend und bodenständig – als jemanden, der sich bewusst nicht vom Glanz des Fußballgeschäfts blenden ließ. Während andere dem schnellen Ruhm nachjagten, suchte Manninger sein Glück in den einfachen Dingen des Lebens: in der Natur, in der Ruhe, in seiner Familie.
Auch in Österreich ist die Trauer tief. Wegbegleiter aus dem Nationalteam und aus früheren Vereinszeiten erinnern sich an einen außergewöhnlichen Torhüter, an einen fairen Sportsmann und vor allem an einen warmherzigen Menschen. Für viele war Manninger einer der größten und erfolgreichsten österreichischen Torhüter überhaupt.
Doch hinter all den Erfolgen, Titeln und großen Vereinsnamen steht nun vor allem ein unermesslicher persönlicher Verlust:
Manninger hinterlässt seine Frau und zwei kleine Kinder.
Der österreichische Fußball verliert mit Manninger nicht nur einen großen Torhüter, sondern einen Menschen, der mit Bescheidenheit, Charakter und Klasse beeindruckte. Einen, der die größten Bühnen des Weltfußballs gesehen hat – und trotzdem immer er selbst geblieben ist.
Manninger war einer der Besten. Und vor allem: einer, den man nie vergessen wird.
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