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Ghana siegt spät – und genau solche Spiele machen Turniere aus

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Es gibt Spiele, die durch spektakuläre Tore, technische Glanzleistungen oder Offensivfeuerwerke in Erinnerung bleiben.

Und es gibt Spiele wie dieses.

Ghana hat Panama mit 1:0 besiegt und dabei vielleicht keinen Fußball für die Highlight-Sendungen geliefert. Dafür zeigte die Mannschaft etwas, das bei Weltmeisterschaften oft noch wichtiger ist: Geduld, Widerstandskraft und den Glauben an die eigene Chance.

Panama war lange die bessere Mannschaft

Wer nur das Ergebnis sieht, könnte glauben, Ghana habe die Partie kontrolliert.

Das wäre allerdings zu einfach.

Vor allem in der ersten Halbzeit bestimmten die Mittelamerikaner das Geschehen. Panama spielte mutig, aggressiv und mit einer klaren Idee. Die Mannschaft gewann viele Zweikämpfe, störte Ghana früh und wirkte insgesamt gefährlicher.

Die Black Stars fanden lange keinen Rhythmus und mussten aufpassen, nicht in Rückstand zu geraten.

Ghana steigert sich nach der Pause

Doch große Turniere werden oft nicht von Mannschaften gewonnen, die 90 Minuten dominieren.

Sie werden von Teams gewonnen, die schwierige Phasen überstehen.

Genau das gelang Ghana.

Nach dem Seitenwechsel wirkte die Mannschaft deutlich wacher. Die Afrikaner übernahmen mehr Kontrolle, kamen selbst zu Chancen und erhöhten den Druck auf die zunehmend müde werdenden Panamaer.

Plötzlich war spürbar, dass dieses Spiel noch eine Wendung nehmen könnte.

Der Lucky Punch eines jungen Helden

Und dann kam Yirenkyi.

Kurz vor Schluss nutzte der junge Ghanaer seine Chance und sorgte für den Moment, auf den die Black Stars so lange gewartet hatten.

Ein Tor, das vielleicht nicht aus einer perfekten Kombination entstand. Ein Tor, das vielleicht etwas glücklich war.

Aber ein Tor, das Gold wert sein könnte.

Bei Weltmeisterschaften fragt später niemand mehr, ob ein Sieg schön war.

Es zählt nur, dass man ihn geholt hat.

Ghana sendet ein wichtiges Signal

Mit dem Erfolg gegen Panama setzt sich Ghana zunächst auf Platz zwei der Gruppe L und verschafft sich eine hervorragende Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben.

Vor allem aber hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch dann gewinnen kann, wenn nicht alles läuft.

Das ist häufig die wichtigste Eigenschaft erfolgreicher Turniermannschaften.

Panama kann erhobenen Hauptes vom Platz gehen

Trotz der Niederlage dürfte der Frust bei Panama groß sein.

Denn die Mittelamerikaner waren über weite Strecken mindestens ebenbürtig und phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Am Ende fehlte jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor.

Genau diese Kleinigkeiten entscheiden bei einer Weltmeisterschaft häufig über Sieg oder Niederlage.

Fazit

Ghana hat kein Fußballfest gefeiert.

Ghana hat gearbeitet, gekämpft und geduldig auf seine Gelegenheit gewartet.

Als sie kam, schlug die Mannschaft eiskalt zu.

Der späte Siegtreffer von Yirenkyi könnte sich noch als einer der wichtigsten Momente dieser Gruppenphase erweisen.

Für die Black Stars war es ein perfekter WM-Abend.

Für Panama bleibt die bittere Erkenntnis, dass im Fußball manchmal wenige Sekunden über 90 Minuten harter Arbeit entscheiden.

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