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Die Finanzminister der 19 Euro-Staaten haben am Montag in Brüssel eine richtungsweisende Personalentscheidung getroffen: In geheimer Abstimmung wählten sie den portugiesischen Sozialdemokraten Mario Centeno zum neuen Präsidenten der Euro-Gruppe. Er folgt Jeroen Dijsselbloem nach, der seinen Posten in der niederländischen Regierung verloren hat und deswegen ausscheiden muss. Die Kür Centenos hat gewissermaßen auch einen symbolischen Charakter.Mit Centeno wurde erstmals ein Vertreter eines ehemaligen Krisenlands in diese Position gewählt – Portugal hatte in der Finanzkrise 2011 unter den Euro-Rettungsschirm flüchten müssen. Er kann sich auf die Fahnen heften, den portugiesischen Haushalt nach jahrelangen Verstößen gegen die EU-Defizitvorgaben saniert zu haben. Seit November 2015 führt er das Finanzministerium in Lissabon, davor arbeitete der Volkswirt für die portugiesische Zentralbank.

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