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Geburtenrate in Südkorea gestiegen

DavidRockDesign (CC0), Pixabay
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Südkoreas Geburtenrate ist 2025 das zweite Jahr in Folge gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistikministeriums wurden 254.500 Kinder geboren – der stärkste jährliche Zuwachs seit 15 Jahren. Die Fertilitätsrate erhöhte sich von 0,75 auf 0,80 Kinder pro Frau und erreichte damit erstmals seit 2021 wieder die Marke von 0,8. Dennoch starben weiterhin deutlich mehr Menschen als geboren wurden; die Bevölkerung schrumpfte um rund 108.900 Personen. Südkorea bleibt damit das einzige OECD-Land mit einer Geburtenrate unter 1,0.

Experten führen den Anstieg vor allem auf den sogenannten „Echo-Boomer“-Effekt zurück. Zwischen 1991 und 1995 kamen rund 3,6 Millionen Kinder zur Welt, nachdem die Regierung ihre restriktive Familienplanung faktisch beendet hatte. Diese geburtenstarke Generation ist nun Anfang 30 – jenes Alter, in dem Frauen statistisch am häufigsten Kinder bekommen. Die Zahl der Frauen in dieser Altersgruppe lag 2025 bei etwa 1,7 Millionen und damit deutlich höher als noch vor fünf Jahren.

Zusätzlich erholen sich die Heiratszahlen nach den pandemiebedingten Einbrüchen. Immer mehr Paare holen verschobene Eheschließungen nach, und Geburten innerhalb der ersten zwei Ehejahre nahmen zuletzt zweistellig zu. Umfragen zeigen zudem eine leicht positivere Einstellung zum Kinderwunsch nach der Hochzeit.

Demografen warnen jedoch, dass dieser Effekt nur vorübergehend sein dürfte. Ab 2027 rücken deutlich kleinere Jahrgänge in die geburtenstarken Altersgruppen nach. Ob staatliche Förderprogramme – darunter hohe Einmalzahlungen, Wohnzuschüsse, verlängerte Elternzeiten und Kinderbetreuungshilfen – maßgeblich zum Anstieg beigetragen haben, bleibt laut Behörden schwer zu beurteilen.

Trotz milliardenschwerer Maßnahmen bestehen strukturelle Probleme fort: hohe Wohnkosten, enorme Ausgaben für private Bildung, unsichere Arbeitsverhältnisse junger Menschen und berufliche Nachteile für Eltern. Gleichzeitig schrumpft die geburtshilfliche Infrastruktur, da Kliniken und Entbindungsstationen in vielen Regionen schließen mussten – eine Folge jahrelang extrem niedriger Geburtenzahlen.

Die endgültigen Zahlen für 2025 sollen im August veröffentlicht werden.

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