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Der erste Besuch am Münchner Oktoberfest seit 2019 ist für den FC Bayern München nicht zum heiter-beschwingten Auftritt geworden. Grund dafür war der nächste Ausrutscher in der deutschen Bundesliga. Nach der 0:1-Pleite gegen den FC Augsburg ging es für die Bayern im Stimmungstief auf die Wiesn, denn vier sieglose Ligaspiele gab es zuletzt vor über 20 Jahren unter Ottmar Hitzfeld. Das sei ein Trend, der „nix Gutes“ bedeute, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann nach der ersten Saisonniederlage.

„Aus vier Spielen drei Punkte – da weiß ich nicht, ob mir die Maß schmeckt“, hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor dem Wiesn-Ausflug am Sonntag gesagt. „Wenn die Mannschaft hingeht, dann muss ich mit“, erklärte Nagelsmann. „Grundsätzlich habe ich keine Lust.“

Viel lieber hätte der Coach frühzeitig nach den Gründen für die akute Formschwäche seines Teams gefahndet. Nagelsmann beklagte jedenfalls zum wiederholten Male die fehlende Effizienz. Seine Spieler seien „einfach sehr laissez-faire“ aufgetreten. In der anstehenden Länderspielpause wolle der 35-jährige Coach nun viel nachdenken: „Über alles denke ich nach. Über mich. Über die Situation. Über alles.“

Oliver Kahn versicherte unterdessen, dass Nagelsmann nicht zur Debatte steht. Auch wenn etwa mit Thomas Tuchel ein prominenter Coach auf dem Markt ist. „Wir beschäftigen uns jetzt nicht mit irgendwelchen anderen Trainern. Wir sind von Julian total überzeugt“, sagte der Vorstandschef am Rande des Oktoberfests. Es sei wichtig, in der Länderspielpause zur Ruhe zu kommen, erklärte der 53-Jährige. „Natürlich sind wir alle unzufrieden, übel gelaunt“, räumte Kahn ein und kündigte eine intensive Analyse der sportlichen Situation an.

Laut Salihamidzic habe man „brutal Probleme gegen Teams, die körperlich gegen uns spielen, die uns sozusagen auf die Socken hauen“, bemerkte der Sportdirektor und mahnte: „Die Jungs müssen sich besser konzentrieren und besser fokussieren, gieriger sein, die Spiele zu gewinnen.“ Kahn sagte diesbezüglich: „Vielleicht hat sich bei dem ein oder anderen der Glaube eingenistet, man könnte die Bundesliga so nebenbei machen. Aber das ist nicht der Fall.“

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