Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat am 9. Juli 2026 eine Orientierungshilfe zum Thema Quantencomputing veröffentlicht. Darin fasst sie die Ergebnisse einer Umfrage zu Chancen und Risiken von Quantencomputern zusammen und zeigt mögliche Maßnahmen auf, mit denen sich Cyberrisiken durch leistungsfähige Quantencomputer reduzieren lassen.
Zwischen November 2025 und Januar 2026 befragte die FINMA insgesamt 60 Schweizer Finanzinstitute zu den Auswirkungen des Quantencomputings. Die Ergebnisse zeigen: Den Instituten sind die Cyberrisiken durch kryptografisch relevante Quantencomputer grundsätzlich bewusst. Häufig fehlen jedoch noch eine klare Strategie, ein konkreter Fahrplan sowie eine ausreichend vorausschauende Planung für den Umstieg auf quantensichere Verschlüsselungsverfahren.
Aus Sicht der FINMA besteht bei zahlreichen Instituten Handlungsbedarf im Risikomanagement, damit die Anforderungen an operationelle Risiken und Resilienz auch künftig erfüllt werden können.
In ihrer Orientierungshilfe nennt die FINMA verschiedene mögliche Maßnahmen zum Umgang mit den Cyberrisiken kryptografisch relevanter Quantencomputer. Dazu zählen insbesondere eine klare Strategie und Roadmap für die Migration zu quantensicherer Verschlüsselung, eine institutsspezifische Risikoanalyse, der Aufbau eines kryptografischen Inventars, der Schutz kritischer Daten vor sogenannten „Harvest now, decrypt later“-Angriffen, die Einbindung externer Dienstleister sowie der Übergang zu mehr Krypto-Agilität.
Ziel ist es, die Reputation und Widerstandsfähigkeit des Finanzplatzes zu stärken und sicherzustellen, dass Institute ihre Geschäftsprozesse auch dann zuverlässig schützen können, wenn leistungsfähige Quantencomputer verfügbar werden.
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