Deutschland
BaFin: neue Warnungen zu unerlaubten Geschäften
Die BaFin listete am 09.07.2026 mehrere neue Verbraucherwarnungen, darunter aivoris(.)net, CREDIT FONCIER Im- und Export GmbH sowie weitere Hinweise zu unerlaubten Geschäften. Die BaFin weist bei solchen Meldungen regelmäßig darauf hin, dass Anbieter ohne erforderliche Erlaubnis keine Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten dürfen.
Einordnung: Hohe Relevanz für Anleger, insbesondere bei Online-Anlageangeboten, Festgeld- oder Krypto-Offerten. Presserechtlich sauber mit „BaFin warnt“ / „nach Angaben der BaFin“ formulieren; keine eigene Betrugsfeststellung, sofern kein rechtskräftiges Urteil vorliegt.
Thüringen: Ermittlungen wegen mutmaßlichem Powerbank-Schneeballsystem „Orange Cat“
Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen und das Thüringer LKA durchsuchten am 08.07.2026 sechs Wohn- und Geschäftsobjekte in Mühlhausen und Erfurt. Es geht um den Verdacht eines großangelegten Schneeballsystems rund um Powerbank-Investments; laut Ermittlern könnten allein in Deutschland mehr als 100.000 Anleger betroffen sein.
Einordnung: Sehr hohe Anlegerrelevanz. Wichtig: Es handelt sich um einen Verdacht; die Beschuldigten gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.
Schweiz
FINMA: Aufsichtsmitteilung zu Quantum Computing
Die FINMA veröffentlichte am 09.07.2026 eine Aufsichtsmitteilung zu Quantum Computing. Ergebnis einer Umfrage bei 60 Schweizer Finanzinstituten: Viele Institute sehen die Cyberrisiken, häufig fehlt aber eine klare Roadmap für quantensichere Verschlüsselung. Die FINMA sieht Handlungsbedarf im Risikomanagement zahlreicher Institute.
Einordnung: Keine klassische Anlegerwarnung, aber anlegerschutzrelevant wegen Cyberresilienz, Verwahrung, Datenschutz und Systemstabilität.
Liechtenstein
FMA Liechtenstein: MiCAR-Übergangsfrist beendet
Die FMA Liechtenstein teilte mit, dass die MiCAR-Übergangsfrist am 01.07.2026 endete. TVTG-Registrierungen für MiCAR-zulassungspflichtige Tätigkeiten sind seit 02.07.2026 erloschen; Registereinträge werden fortlaufend bereinigt.
Einordnung: Relevant für Krypto-Anleger: Anbieter, die noch mit alten TVTG-Registrierungen werben, sollten besonders geprüft werden. Keine neue konkrete Warnung gegen einen einzelnen Anbieter im 24-Stunden-Fenster gefunden.
Österreich
Keine neue FMA-Warnung im strikten 24-Stunden-Fenster; jüngste Warnungen vom 07.07.2026
Die österreichische FMA-Warnseite zeigt als jüngste Warnungen vom 07.07.2026: Wertovia, Edelbank Austria und Alpivesta.
Besonders konkret ist Edelbank Austria: Die FMA nennt die Website onlineeba.com und warnt, dass der Anbieter keine Berechtigung für konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich habe.
Zudem verhängte die FMA am 07.07.2026 eine rechtskräftige Geldstrafe von 18.400 Euro gegen die BTV Vier Länder Bank AG wegen Verstößen gegen die Prospektverordnung.
Einordnung: Die Warnungen sind weiterhin aktuell, liegen aber knapp außerhalb des 24-Stunden-Fensters. Die BTV-Sanktion ist presserechtlich belastbar, da rechtskräftig.
Fazit
Die wichtigste neue Entwicklung ist der mutmaßliche Orange-Cat/Powerbank-Anlagebetrug mit potenziell mehr als 100.000 Betroffenen in Deutschland. Daneben bleiben die BaFin-Warnungen vom 09.07.2026 redaktionell relevant. Für Schweiz und Liechtenstein dominieren aktuell regulatorische Risiko- und Krypto-Themen, nicht neue Einzelanbieter-Warnungen.
Die „Edelbank“ mit angeblicher Adresse am Graben 12 – beste Lage in der Wiener Innenstadt – macht sich aber anscheinend nicht mal die Mühe, die KI eine deutschsprachige Homepage machen zu lassen. Impressum finde ich auch keines. Aber sie werden sicher Opfer finden.
Oha, die Vier-Länder-Bank ist eigentlich ein seriöses Institut, also nach meiner bisherigen Einschätzung…. Das DIE da aufscheinen….
Die „Edelbank Austria“ kannte ich bislang noch nicht. Schöner Name, nur leider keine Bankkonzession 😉