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FBI ermittelt: Versuch, Trumps Stabschefin Susie Wiles zu imitieren

RichardBarboza (CC0), Pixabay
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Die US-Bundespolizei FBI untersucht derzeit einen beunruhigenden Fall von Identitätsbetrug im Umfeld des Weißen Hauses. Ziel war niemand Geringeres als Susie Wiles, die derzeitige Stabschefin von Präsident Donald Trump und eine seiner wichtigsten Vertrauten. Laut Informationen von CNN und der Wall Street Journal sollen prominente Persönlichkeiten, darunter Senatoren, Gouverneure und Top-Manager, gefälschte Textnachrichten und Anrufe erhalten haben – angeblich von Wiles selbst.

Die erste Spur ergab sich, nachdem mehrere hochrangige Empfänger der dubiosen Nachrichten versuchten, direkt beim Weißen Haus zu verifizieren, ob es sich wirklich um Wiles handelte. Die Angesprochenen hegten offenbar früh Zweifel an der Echtheit der Kommunikation – zu recht, wie sich herausstellte.

Ein leitender Regierungsbeamter erklärte, Wiles gehe inzwischen davon aus, dass ihr privates Telefon und ihr Kontaktverzeichnis gehackt wurden. Der oder die Täter kontaktierten offenbar gezielt nur Personen, die auf dieser privaten Liste standen.

Die Ermittlungen laufen derzeit parallel zu einer jüngsten FBI-Warnung: Hacker setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Sprachnachrichten zu generieren und so hochrangige Regierungsbeamte zu imitieren. Ziel ist es, sensible Konten zu knacken oder das Vertrauen in staatliche Kommunikation zu untergraben.

FBI-Direktor Kash Patel erklärte in einem Statement, die Bedrohung werde „äußerst ernst“ genommen. Es sei essenziell, dass Mitarbeiter der US-Regierung sicher kommunizieren könnten, um ihre Aufgaben im Sinne des Präsidenten zu erfüllen.

Auch das Weiße Haus betonte, dass die Cybersicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität genieße. Wiles selbst wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Donald Trump kommentierte den Vorfall am Freitag mit den Worten: „Niemand kann Susie imitieren. Es gibt nur eine Susie.“ Er zeigte sich überzeugt davon, dass sie mit der Situation umgehen könne.

Wiles ist nicht nur die erste Frau auf dem Posten der Stabschefin, sondern eine langjährige Wegbegleiterin Trumps. Sie leitete seine 2024er-Wahlkampagne und war bereits in Florida entscheidend an seinen Wahlsiegen 2016 und 2020 beteiligt. Auch nach Trumps Abwahl 2020 blieb sie seine wichtigste politische Koordinatorin.

Bemerkenswert ist, dass Wiles sich beim Amtsantritt als Stabschefin besondere Kontrolle über den Zugang zum Präsidenten zusichern ließ – ein Zeichen ihrer politischen Macht im Weißen Haus.

Der Vorfall ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Cyberangriffe zunehmend auf politische Institutionen und Spitzenpersonal konzentrieren. Das volle Ausmaß des Datenlecks und mögliche weitere Folgen für die Regierung bleiben vorerst unklar.

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