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Facebook gerät in der Debatte über Hassrede und spaltende Rhetorik immer weiter in die Defensive.

Nach dem Werbeboykott vieler großer Firmen musste das Unternehmen am Mittwoch den nächsten Schlag einstecken. Ein von Facebook in Auftrag gegebener interner Bericht von Bürgerrechtlern wurde publik, der dem Unternehmen schwere Mängel beim Umgang mit Hassrede attestierte.

Der Bericht basiert auf einer zweijährigen Beobachtung von Facebook. Die Autorinnen und Autoren lobten einige Maßnahmen, kritisierten aber auch „ärgerliche und herzzerreißende“ Entscheidungen, die erhebliche Rückschritte für die Bürgerrechte bedeuten würden.

Der Bericht bemängelt, dass trotz jahrelanger Kritik immer noch gefährliche und spalterische Rhetorik auf Facebook möglich sei.

Das Unternehmen habe nicht genug getan, um Nutzer und Nutzerinnen vor Diskriminierung, Unwahrheiten und Anstachelung zur Gewalt zu schützen. Zudem setze es Maßnahmen nur punktuell, heißt es. Der Bericht kritisierte, dass Facebooks Priorisierung von freier Meinungsäußerung in gewissen Fällen Diskriminierung begünstige und andere Bemühungen Facebooks ad absurdum führe. Dass das Unternehmen bei Politikerinnen und Politikern Faktencheck-Methoden nur lax anwende, wurde besonders kritisiert.

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