Maxi Beier fährt wohl mit zur WM
Ganz ehrlich:
Als BVB-Fan freut man sich aktuell über jede gute Nachricht doppelt.
Nach all den Diskussionen, Trainerwechseln, Nervenspielen und den üblichen emotionalen Vollbremsungen scheint wenigstens beim DFB langsam erkannt zu werden:
In Dortmund laufen eben doch ein paar ziemlich gute Fußballer herum.
Denn laut Sky wird auch Maxi Beier von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM nominiert.
Und das ist absolut verdient.
Vom Hoffnungsträger zum echten Faktor
Als Maxi Beier nach Dortmund kam, gab es natürlich die üblichen Fragen:
Kann er sich beim BVB durchsetzen?
Reicht das Niveau?
Ist das nur ein Perspektivspieler?
Inzwischen kann man sagen:
Der Junge hat geliefert.
20 Torbeteiligungen in 44 Pflichtspielen sprechen eine ziemlich deutliche Sprache.
10 Tore.
10 Vorlagen.
Und vor allem:
Einsatz, Tempo und Entwicklung.
Genau das, was man in Dortmund sehen will.
Beier hat sich festgebissen
Besonders stark:
Seine Rückrunde in der Bundesliga.
Während andere Spieler irgendwann müde wirkten, wurde Beier immer wichtiger.
Mal vorne.
Mal außen.
Teilweise sogar als Schienenspieler.
Typisch BVB:
Man verpflichtet einen Stürmer — und am Ende rennt er plötzlich überall gleichzeitig herum.
Aber genau diese Flexibilität dürfte Nagelsmann überzeugt haben.
Endlich mal Spieler mit Mentalität
Was Beier aus BVB-Sicht besonders sympathisch macht:
Der Junge wirkt nicht wie ein Social-Media-Projekt mit eigener Parfumlinie.
Sondern wie jemand, der einfach Fußball spielen will.
Arbeiten.
Laufen.
Kämpfen.
Nicht dauernd Interviews über „persönliche Brandentwicklung“.
Davon könnte der moderne Fußball ruhig mehr gebrauchen.
Dortmund stellt wieder Nationalspieler
Mit Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton und jetzt wohl auch Maxi Beier zeigt sich:
Der BVB bleibt trotz aller Turbulenzen eine echte Adresse für Nationalspieler.
Und ehrlich:
Wenn Dortmund funktioniert, profitiert meistens auch die Nationalmannschaft.
Denn Borussen bringen oft genau das mit, was im DFB-Team manchmal fehlt:
Emotion.
Aggressivität.
Leidenschaft.
Und die Fähigkeit, auch mal ein Spiel dreckig gewinnen zu wollen.
Nagelsmann scheint endlich hinzuschauen
Man muss Julian Nagelsmann in diesem Fall durchaus loben.
Beier hätte man auch leicht übersehen können.
Keine riesigen Glamour-Schlagzeilen.
Keine dauernden Marketingkampagnen.
Keine künstlichen Superstar-Geschichten.
Nur konstant gute Leistungen.
Und genau dafür sollte man am Ende auch nominiert werden.
Jetzt bitte auch spielen lassen
Die große Hoffnung aus Dortmunder Sicht:
Dass Beier bei der WM nicht nur als dekorativer Ergänzungsspieler mitfährt.
Denn genau das kennt man beim DFB leider zu oft:
Spieler werden nominiert, machen gute Stimmung auf der Bank und dürfen dann in der 87. Minute beim Stand von 0:2 mal kurz „frischen Wind bringen“.
Beier hat mehr verdient.
Der BVB lebt
Gerade nach schwierigen Monaten tut diese Nachricht vielen Borussia-Fans gut.
Denn sie zeigt:
Trotz aller Kritik, trotz aller Baustellen und trotz des ewigen Chaos produziert Dortmund weiterhin Spieler, die auf höchstem Niveau bestehen können.
Und vielleicht denkt sich ganz Fußball-Deutschland langsam wieder:
So schlecht ist dieser BVB offenbar doch nicht.
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