Als FC-Fan freue ich mich natürlich riesig, dass Saïd El Mala auch zum Start der neuen Saison noch das Geißbock auf der Brust trägt. Nach all den Wechselgerüchten der vergangenen Wochen ist das erst einmal eine gute Nachricht. Ein Spieler mit seinem Talent kann für den 1. FC Köln den Unterschied ausmachen.
Auch René Wagner scheint genau zu wissen, was er an El Mala hat. Der Trainer macht ihm deutlich, dass er beim FC die besten Chancen auf regelmäßige Spielzeit und eine optimale Entwicklung hat. Mehr Vertrauen kann ein Trainer einem 19-Jährigen eigentlich kaum schenken.
Trotzdem bleibt bei mir als Fan eine Frage im Hinterkopf: Ist Saïd El Mala wirklich mit Herz und Kopf beim 1. FC Köln – oder wartet er einfach nur auf das nächste passende Angebot?
Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn ein junger Spieler irgendwann den nächsten Schritt machen möchte. Der Fußball ist ein Geschäft, und jeder Profi träumt von den großen Ligen und internationalen Wettbewerben. Das nimmt ihm niemand übel.
Was sich Fans aber wünschen, ist Klarheit. Wenn El Mala bleibt, dann bitte mit voller Überzeugung. Dann soll er sich für den FC zerreißen, Verantwortung übernehmen und zeigen, dass Köln für ihn mehr ist als nur eine Zwischenstation.
Denn die vergangenen Wochen haben gezeigt: Interesse gibt es genug. Brentford soll bereit gewesen sein, tief in die Tasche zu greifen. Dass der Wechsel zunächst nicht zustande kam, freut uns FC-Fans. Aber die Gerüchte werden nicht verschwinden. Spätestens im Winter oder im nächsten Sommer dürfte das Thema erneut auf den Tisch kommen.
Deshalb wünsche ich mir, dass El Mala nicht nur körperlich am Montag am Geißbockheim erscheint, sondern auch mental. Wenn er sich entscheidet, noch ein Jahr beim FC zu bleiben, dann soll er es mit voller Leidenschaft tun. Dann kann er einer der wichtigsten Spieler dieser Mannschaft werden und gleichzeitig seinen Marktwert weiter steigern.
Sollte er dagegen innerlich schon den nächsten Vertrag im Kopf haben, wäre das für den FC und für die Fans schwierig. Niemand erwartet lebenslange Vereinstreue. Aber wer das Trikot des 1. FC Köln trägt, sollte es auch mit Stolz tragen.
Ich hoffe deshalb, dass René Wagner recht behält und der FC El Mala nicht nur eine sportliche Heimat bietet, sondern dass El Mala diese Heimat auch wirklich annehmen möchte. Denn ein motivierter Saïd El Mala kann für Köln Gold wert sein – ein Spieler auf gepackten Koffern dagegen hilft niemandem.
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