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EKD Solar jetzt gibt es sogar einen Song, ich finde den gelungen

geralt (CC0), Pixabay
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EKD Solar – Die Sonne, die nicht mehr scheint

Es gab eine Zeit,
da schien die Sonne über EKD Solar besonders hell.

Ein Unternehmen aus Leipzig,
das schnell wuchs
und sogar als Solar-Unicorn bezeichnet wurde.

Hunderte Menschen arbeiteten dort.
Tausende Kunden vertrauten dem Unternehmen.

Es klang nach Zukunft.

Bis die Sonne plötzlich verschwand.

Strophe 1

Aus einer Idee wurde ein großer Name,
aus wenigen wurden immer mehr.

Vertrieb und Planung,
Montage und Technik,
Tag für Tag neue Dächer im Land.

Man sprach von Wachstum,
von Energiewende
und von einem Unternehmen,
das nur eine Richtung kannte:

nach oben.

Refrain

EKD Solar,
die Sonne, die nicht mehr scheint.

Gestern noch Zukunft,
heute weiß keiner, was morgen bleibt.

Wenn eine Firma fällt,
fallen nicht nur Zahlen.

Dann fallen Hoffnungen mit dahin.

Strophe 2 – Pemberton

Dann kam Pemberton.

Ein großer Investor,
der Stabilität bringen sollte.

Doch der Markt wurde schwieriger.
Es wurde gespart, gerechnet, umgebaut.

Und irgendwann kam die Entscheidung:

Kein weiteres Geld.

Der Geldhahn wurde zugedreht.

Aus Wachstum wurde Krise.
Aus Zukunft wurde Insolvenz.

Strophe 3 – Die Kunden

Und dann sind da die Kunden.

Menschen, die Geld bezahlt haben.

Für Module.
Für Speicher.
Für den Traum vom eigenen Strom.

Manche Anlagen sind fertig.

Andere nicht.

Manche warten auf Montage,
Nachbesserung
oder den letzten Schritt.

Und plötzlich fragen sie:

Wer kommt noch?

Wer macht meine Anlage fertig?

Was passiert mit meinem Geld?

Strophe 4 – Factoring

Und dann gibt es ein Wort,
das viele kaum verstehen:

Factoring.

Forderungen wurden an andere Unternehmen übertragen.

Plötzlich kommt eine Zahlungsaufforderung
nicht mehr von EKD,
sondern von einem Finanzunternehmen.

Und manche Kunden sagen:

„Ich habe doch schon bezahlt.“

Oder:

„Die Anlage ist noch nicht fertig.“

Trotzdem kommt ein Brief.
Eine Mahnung.
Eine Forderung.

Für einen normalen Kunden ist das schwer zu verstehen.

Er wollte eine Solaranlage.

Keine Lektion über Forderungsabtretung.

Kein Factoring.

Keine Insolvenzordnung.

Refrain

EKD Solar,
die Sonne, die nicht mehr scheint.

Da stehen Kunden vor ihren Häusern
und verstehen die Briefe nicht.

Sie haben vertraut.

Und plötzlich wird aus einer Solaranlage
ein Rechtsproblem.

Strophe 5 – Die Mitarbeiter

Doch bei all diesen Fragen
darf man eines nicht vergessen:

die rund vierhundert Mitarbeiter.

Menschen mit Familien.
Mit Mieten.
Mit Krediten.
Mit Kindern.

Menschen, die geplant, telefoniert, montiert
und jeden Tag ihre Arbeit gemacht haben.

Und die nun nach Hause gehen
mit einer einzigen Frage:

Habe ich morgen noch einen Arbeitsplatz?

Drei Monate Insolvenzgeld
geben etwas Sicherheit.

Aber drei Monate
sind keine Zukunft.

Bridge

Wenn ein Unternehmen fällt,
spricht man von Liquidität.

Von Restrukturierung.

Von Sanierung.

Doch ein Mitarbeiter sagt nicht:

„Meine Liquidität verändert sich.“

Er sagt:

„Ich weiß nicht, wie es weitergeht.“

Und genau darin liegt der Unterschied
zwischen einer Bilanz
und einem Leben.

Strophe 6 – Der Insolvenzverwalter

Nun heißt es:

Der Betrieb soll weitergehen.
Eine Sanierung werde geprüft.

Das ist Hoffnung.

Aber Hoffnung braucht Ehrlichkeit.

Fortführung heißt noch nicht Rettung.

Ein Sanierungsversuch
ist noch keine gesicherte Zukunft.

Wenn vierhundert Menschen zuhören,
darf aus einer Möglichkeit
kein Versprechen werden.

Letzter Refrain

EKD Solar,
die Sonne, die nicht mehr scheint.

Vielleicht geht sie irgendwann wieder auf.

Doch heute bleiben Kunden mit Fragen.

Kunden mit Forderungen,
die sie nicht verstehen.

Und Mitarbeiter,
die nicht wissen,
wie sicher ihr Morgen noch ist.

Nicht Fonds.

Nicht Bilanzen.

Menschen tragen am Ende
die schwerste Last.

Schluss – gesprochen

Man kann Unternehmen kaufen.

Man kann Forderungen verkaufen.

Man kann Finanzierungen beenden.

Man kann Insolvenz anmelden.

Aber man darf niemals vergessen:

Hinter jedem Vertrag
steht ein Mensch.

Hinter jeder Rechnung
steht ein Kunde.

Und hinter jedem Arbeitsplatz
steht ein Leben.

EKD Solar.

Die Sonne,
die nicht mehr scheint.

Und jetzt bleibt die Hoffnung,

dass sie für die Menschen,
die nichts für diesen Absturz können,

irgendwann wieder aufgeht.

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