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Eilmeldung schweres Erdbeben in Japan

jorono (CC0), Pixabay
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Ein schweres Erdbeben vor der nordöstlichen Küste Japans hat am Montagmorgen eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Die japanische Wetterbehörde und internationale Warnsysteme warnten vor Wellen von bis zu drei Metern Höhe. Die Regierung rief die Bevölkerung in betroffenen Regionen zur sofortigen Evakuierung auf.

Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) erreichte das Beben vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu eine Stärke von 7,4. Die Japan Meteorological Agency (JMA) korrigierte ihre eigene Einschätzung später auf 7,5. Warum die Angaben voneinander abweichen, war zunächst unklar.

Die japanische Wetterbehörde gab eine Tsunami-Warnung für die Präfektur Iwate sowie Teile von Hokkaido und Aomori heraus. Dort könnten nach offizieller Einschätzung Wellen von bis zu drei Metern auftreten. Für weitere Gebiete im Nordosten des Landes galt zunächst eine Tsunami-Advisory, also eine niedrigere Warnstufe, mit erwarteten Wellen von bis zu einem Meter.

Das Tsunami-Warnsystem der USA veröffentlichte die Warnung um 8:52 UTC. In Tokio war das Beben deutlich zu spüren. Ein CNN-Produzent vor Ort berichtete, dass ein Gebäude in der Hauptstadt rund sieben Minuten lang spürbar geschwankt habe.

Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi forderte die Menschen in den betroffenen Regionen auf, unverzüglich höher gelegene Gebiete oder offizielle Evakuierungsgebäude aufzusuchen. Die Regierung habe einen Krisenstab eingerichtet.

„Bewohner in Gebieten, für die Tsunami-Warnungen ausgegeben wurden, sollten sich sofort in höher gelegene Regionen oder sichere Evakuierungsorte begeben“, sagte Takaichi laut dem Sender NHK.

Die Behörden arbeiteten mit Hochdruck daran, mögliche Schäden zu erfassen, Rettungsmaßnahmen einzuleiten und die Bevölkerung schnell mit verlässlichen Informationen zu versorgen. Über das genaue Ausmaß von Personen- und Sachschäden lagen zunächst noch keine gesicherten Angaben vor.

Auch die Infrastruktur war bereits betroffen. Der Betreiber des japanischen Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen teilte laut NHK mit, dass der Verkehr auf der Strecke zwischen Tokio und Shin-Aomori vorübergehend eingestellt wurde. Ursache sei ein durch das Erdbeben ausgelöster Stromausfall.

Japan gehört zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt. Die Erinnerung an das verheerende Tōhoku-Beben von 2011 mit anschließendem Tsunami und der Nuklearkatastrophe von Fukushima macht jede größere Erschütterung vor der Nordostküste des Landes zu einem hochsensiblen Ereignis.

Ob sich die Lage diesmal zu einer ähnlich schweren Katastrophe entwickelt, war zunächst offen. Entscheidend wird in den nächsten Stunden sein, wie hoch die tatsächlich eintreffenden Wellen ausfallen und ob Küstenorte rechtzeitig geräumt werden konnten.

Fazit

Das Beben vor Japans Nordostküste ist stark genug, um ernsthafte Schäden auszulösen. Noch ist unklar, wie schwer die Folgen sein werden. Klar ist aber schon jetzt: Die Behörden nehmen die Lage äußerst ernst. Für Teile des Landes gilt eine Tsunami-Warnung mit potenziell lebensgefährlichen Wellenhöhen von bis zu drei Metern.

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