Also ganz ehrlich: Bei Dynamo Dresden ist gerade mal wieder genau das los, was man als Fan so überhaupt nicht braucht. Das Transferfenster geht langsam zu – und statt Klarheit gibt’s zwei Kehrtwenden auf einmal.
Fangen wir bei Jonas Oehmichen an. Ein Eigengewächs, 22 Jahre alt, mit ordentlich Potenzial. Eigentlich sollte er nach seiner Leihe nach Aachen bei uns durchstarten. Stattdessen: vier Pflichtspiele, zweimal rund 20 Minuten. Viel mehr Bank als Bühne.
Noch vor wenigen Tagen hieß es sinngemäß: Oehmichen bleibt. Jetzt soll er plötzlich doch nach Aachen verkauft werden – für rund 500.000 Euro und mit einem Dreijahresvertrag.
Ja, eine halbe Million ist ordentlich. Aber als Fan fragt man sich trotzdem: Warum bekommt so ein Junge bei uns nicht endlich richtig Spielzeit? Erst heißt es unverkäuflich, dann geht’s plötzlich doch ganz schnell. Und eine Rückkaufklausel oder Weiterverkaufsbeteiligung soll es offenbar auch nicht geben. Na herzlichen Glückwunsch.
Und als wäre das nicht genug, kommt auch noch die Sache mit Jason Ceka.
Da dachte man zuletzt: Okay, Ceka könnte zurückkommen, beide Seiten sollen sich sogar schon weitgehend einig gewesen sein. Und dann? Wieder nix.
Der Deal ist offenbar im letzten Moment geplatzt.
Die einzig halbwegs beruhigende Erklärung wäre, dass Sportchef Sören Gonther und Trainer Thomas Stamm längst einen anderen Spieler für die Position in der Hinterhand haben.
Und wehe, der heißt am Dienstagabend nicht „Neuzugang“, sondern „wir haben den Markt sondiert“.
Denn nach Oehmichens Abgang und der Ceka-Absage ist jetzt klar: Dynamo muss noch liefern.
Als Fan kann man mit Transfers leben. Auch mit Verkäufen. Aber dieses ewige „bleibt – geht doch – kommt vielleicht – kommt doch nicht“ macht einen irgendwann kirre.
Also bitte, Dynamo: Noch einmal konzentrieren, Handy laden, Faxgerät entstauben – und dann einen richtig guten Spieler holen.
Denn eins ist sicher: Bis Dienstag um 20 Uhr werde ich bestimmt nicht entspannter.
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