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DKM Aktienfonds: 8,43 Prozent Plus – doch der Vergleichsindex legte fast dreimal so stark zu

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Der am 30. September 2026 veröffentlichte Jahresbericht des DKM Aktienfonds zeigt auf den ersten Blick ein ordentliches Anlagejahr.

Der Fonds erzielte eine positive Wertentwicklung.

Die Anteilwerte stiegen.

Es wurden Ausschüttungen vorgenommen.

Und der Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil.

Für Anleger lohnt sich trotzdem ein zweiter Blick.

Denn die entscheidende Zahl des Berichts ist möglicherweise nicht die positive Fondsrendite von 8,43 Prozent.

Interessanter ist der Vergleich:

Der EURO STOXX 50 Net Return kam im gleichen Zeitraum laut Bericht auf 21,98 Prozent.

Damit blieb der aktiv gemanagte Fonds sehr deutlich hinter seinem Vergleichsmaßstab zurück.

Mehr als 100 Millionen Euro Fondsvermögen

Der DKM Aktienfonds gehört nicht zu den kleinen Nischenfonds.

Das Fondsvermögen liegt bei mehr als 100 Millionen Euro.

Verwaltet wird das Sondervermögen von der IPConcept (Luxemburg) S.A.

Der Bericht betrifft unter anderem die Anteilklassen SV und SI.

Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Anteilwert bei:

155,21 Euro für die Anteilklasse SV

und

158,89 Euro für die Anteilklasse SI.

Damit konnten Anleger grundsätzlich von steigenden Kursen profitieren.

8,43 Prozent Wertentwicklung

Die Wertentwicklung von 8,43 Prozent ist isoliert betrachtet ordentlich.

Bei einem Aktienfonds muss sie allerdings im Kontext des Aktienmarktes betrachtet werden.

Genau hier fällt das Ergebnis wesentlich schwächer aus.

Der EURO STOXX 50 Net Return erreichte im entsprechenden Zeitraum 21,98 Prozent.

Die Differenz beträgt damit rund 13,6 Prozentpunkte.

Anders ausgedrückt:

Der Vergleichsindex erzielte mehr als das Zweieinhalbfache der Fondsperformance.

Das ist die eigentliche Anlegerfrage

Bei einem aktiv gemanagten Fonds bezahlen Anleger grundsätzlich dafür, dass ein Management Anlageentscheidungen trifft.

Es wählt Unternehmen aus.

Es entscheidet über Gewichtungen.

Es kann Branchen meiden.

Es berücksichtigt Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien.

Diese aktive Auswahl muss nicht in jedem Jahr besser funktionieren als ein Index.

Langfristig stellt sich aber eine einfache Frage:

Rechtfertigt die tatsächlich erzielte Rendite nach Kosten den Aufwand und die Kosten des aktiven Managements?

Ein einzelnes Jahr beantwortet diese Frage noch nicht.

Die deutliche Underperformance im aktuellen Jahresbericht sollte aber beobachtet werden.

Fast vollständig in Aktien investiert

Zum Stichtag war der Fonds zu 98,48 Prozent in Aktien investiert.

Weitere 1,31 Prozent entfielen auf Bankguthaben.

Damit war der Fonds praktisch vollständig dem Aktienmarktrisiko ausgesetzt.

Das erklärt gleichzeitig, warum der Vergleich mit einem Aktienindex sinnvoller ist als bei einem defensiven Mischfonds.

Finanzwerte bilden den größten Schwerpunkt

Die größte Branchengewichtung entfiel auf Finanzwerte.

Sie machten 24,73 Prozent des Fondsvermögens aus.

Danach folgten:

Industrie mit 18,53 Prozent

und

Informationstechnologie mit 18,13 Prozent.

Damit entfielen mehr als 60 Prozent des Fonds auf lediglich drei große Sektoren.

Das ist nicht automatisch problematisch.

Es zeigt aber, wo wesentliche Teile der zukünftigen Wertentwicklung entstehen.

Warum blieb der Fonds hinter dem Markt zurück?

Der Bericht liefert dafür selbst Erklärungen.

Unter anderem hielt der Fonds keine Energieaktien.

Außerdem profitierte er im Technologiesektor weniger stark von der Marktentwicklung.

Das Management vermied dort größere Klumpenrisiken und setzte stärker auf Software- und Beratungsunternehmen.

Diese Strategie kann in bestimmten Marktphasen stabilisierend wirken.

Im vergangenen Geschäftsjahr kostete sie allerdings Rendite.

Nachhaltigkeitskriterien können ebenfalls Rendite kosten

Der Fonds verfolgt Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien.

Dadurch wird das investierbare Universum bewusst eingeschränkt.

Das kann sinnvoll sein, wenn Anleger genau diese Strategie wünschen.

Es sollte aber nicht übersehen werden, dass jede Einschränkung des Anlageuniversums dazu führen kann, dass stark steigende Unternehmen oder Branchen nicht im Portfolio enthalten sind.

Genau dieser Effekt war im Berichtsjahr zumindest teilweise sichtbar.

Die Kosten verdienen Aufmerksamkeit

Bei einem aktiv gemanagten Fonds ist die Kostenbelastung besonders wichtig.

Denn Kosten reduzieren unmittelbar die Rendite der Anleger.

Der Bericht zeigt, dass ein erheblicher Teil der erwirtschafteten ordentlichen Erträge durch Kosten und sonstige Aufwendungen aufgezehrt wurde.

Nach den ausgewiesenen Zahlen entspricht dies einer Größenordnung von rund 41 Prozent der entsprechenden Erträge.

Das bedeutet nicht, dass der Fonds wirtschaftlich problematisch wäre.

Es zeigt aber, wie hoch die Hürde für das Fondsmanagement ist.

Bevor beim Anleger eine Mehrrendite gegenüber einem kostengünstigen Indexinvestment ankommt, müssen zunächst die eigenen Fondskosten verdient werden.

Keine Performance Fee

Positiv ist dagegen:

Eine erfolgsabhängige Vergütung fiel im Berichtszeitraum nicht an.

Auch Rückvergütungen beziehungsweise Vermittlungsfolgeprovisionen wurden nach den Angaben des Berichts nicht gezahlt.

Damit entsteht zumindest an dieser Stelle keine zusätzliche erfolgsabhängige Kostenbelastung.

4,50 Euro Ausschüttung

Der Fonds schüttete 4,50 Euro je Anteil aus.

Das ist für Anleger zunächst erfreulich.

Eine Ausschüttung darf allerdings nicht mit zusätzlicher Rendite verwechselt werden.

Mit der Ausschüttung verlässt Vermögen den Fonds.

Der Anteilwert reduziert sich entsprechend.

Entscheidend ist deshalb immer die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen.

Mittelabflüsse trotz positiver Performance

Bemerkenswert ist außerdem, dass das Fondsvermögen der größeren Anteilklasse trotz positiver Anlageentwicklung zurückging.

Grund waren unter anderem Mittelabflüsse und die Ausschüttung.

Das ist noch kein Warnsignal.

Bei stärkeren und dauerhaften Mittelabflüssen kann sich die Situation allerdings verändern.

Das Fondsmanagement muss dann gegebenenfalls Wertpapiere verkaufen, um Rückgaben zu bedienen.

Bei einem hochliquiden Aktienportfolio ist das grundsätzlich wesentlich unproblematischer als bei Immobilien- oder Private-Equity-Fonds.

Trotzdem sollte die Entwicklung beobachtet werden.

Neue Instrumente für Liquiditätsstress

Der Verkaufsprospekt wurde im April 2026 im Zuge regulatorischer Änderungen angepasst.

Dabei wurden auch Liquiditätsmanagementinstrumente berücksichtigt.

Vorgesehen sind unter anderem Möglichkeiten zur Rücknahmebeschränkung beziehungsweise zur Verlängerung von Rückgabefristen.

Das bedeutet nicht, dass aktuell ein Liquiditätsproblem besteht.

Solche Instrumente sollen vielmehr für außergewöhnliche Stresssituationen verfügbar sein.

Das Prüfungsurteil ist uneingeschränkt

Ein wichtiger positiver Punkt:

Der Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil.

Nach seiner Beurteilung entspricht der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den maßgeblichen Vorschriften und vermittelt ein zutreffendes Bild der Vermögens- und Ertragslage des Sondervermögens.

Damit unterscheidet sich dieser Fonds deutlich von Unternehmensfällen unserer Bilanzserie, bei denen Prüfungsunsicherheiten oder sogar Versagungsvermerke bestehen.

Unser Fazit: Positives Jahr – aber die Benchmarkfrage bleibt

Der DKM Aktienfonds hat kein schlechtes Geschäftsjahr hinter sich.

Die Wertentwicklung war positiv.

Die Anteilwerte stiegen.

Der Fonds war breit über verschiedene Unternehmen und Regionen investiert.

Es gab eine Ausschüttung von 4,50 Euro.

Und der Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil.

Der kritische Punkt liegt an anderer Stelle.

8,43 Prozent Fondsperformance stehen 21,98 Prozent beim EURO STOXX 50 Net Return gegenüber.

Das ist eine erhebliche Differenz.

Ein einzelnes Jahr reicht nicht aus, um eine aktive Anlagestrategie abschließend zu beurteilen.

Wenn ein Anleger jedoch laufende Managementkosten für eine aktive Aktienauswahl bezahlt, sollte langfristig nachvollziehbar sein, welchen Mehrwert diese Auswahl gegenüber einfacheren und häufig günstigeren Alternativen erzeugt.

Genau deshalb lautet die entscheidende Frage für den nächsten Jahresbericht:

War die deutliche Underperformance 2025/2026 nur eine Folge der besonderen Branchenentwicklung dieses Jahres – oder wird daraus ein längerfristiges Muster?

Diese Frage dürfte für Anleger wesentlich wichtiger sein als die isolierte Feststellung, dass der Fonds 8,43 Prozent gewonnen hat.

Die Veröffentlichung erfolgte am 30. September; bestätigt sind unter anderem 8,43 % Wertentwicklung, 21,98 % beim genannten Vergleichsindex, 98,48 % Aktienquote, 4,50 Euro Ausschüttung und das uneingeschränkte Prüfungsurteil. Das Verbraucherschutzforum

 

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