Bei jeder Weltmeisterschaft entstehen neue Helden. Während die Fußballwelt auf bekannte Namen wie Kylian Mbappé, Jude Bellingham oder Vinícius Junior blickt, könnte die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko vor allem zur Bühne einer neuen Generation werden.
BBC Sport hat 20 Spieler herausgearbeitet, die zwar noch nicht zu den absoluten Superstars gehören, aber das Potenzial haben, während des Turniers weltweit bekannt zu werden.
Diomande und Toure: Die neue ivorische Flügelmacht
Besonders gespannt darf man auf die Elfenbeinküste sein. RB-Leipzig-Juwel Yan Diomande (19) überzeugte in seiner ersten Bundesliga-Saison mit zwölf Toren und neun Vorlagen. Bereits jetzt sollen europäische Topklubs Schlange stehen.
Mit Bazoumana Toure (20) verfügt die Elfenbeinküste zudem über einen weiteren hochveranlagten Flügelspieler. Der Hoffenheimer wird wegen seiner Geschwindigkeit bereits „The Hurricane“ genannt.
Mexikos Wunderkinder
Die Gastgeber setzen große Hoffnungen auf mehrere junge Talente.
Der erst 17-jährige Gilberto Mora gilt als eines der größten Versprechen des mexikanischen Fußballs. Der offensive Mittelfeldspieler wurde bereits als „mexikanischer Pedri“ bezeichnet und könnte vor heimischem Publikum zum Publikumsliebling werden.
Auch Stürmer Armando Gonzalez (23) und Mittelfeldspieler Brian Gutierrez (22) gelten als Hoffnungsträger für Mexikos Offensive.
Nico Paz – Argentiniens nächster Kreativkopf?
Bei Weltmeister Argentinien richtet sich der Blick auf Nico Paz (21). Der Como-Profi spielte eine herausragende Saison in Italien und wird wegen seiner Spielweise immer wieder mit Lionel Messi verglichen – auch wenn diese Vergleiche noch deutlich zu früh kommen.
Schweiz setzt auf Manzambi
Johan Manzambi (20) gehört zu den spannendsten Mittelfeldspielern des Turniers. Der Freiburger überzeugte in der Europa League und wird in der Schweiz bereits als mögiger Nachfolger der aktuellen Führungsspieler gehandelt.
Die nordafrikanische Talentwelle
Vor allem Marokko und Algerien bringen eine beeindruckende Generation an den Start.
Für Marokko stehen unter anderem:
- Gessime Yassine (20) von Straßburg
- Ayyoub Bouaddi (18) von Lille
im Fokus. Bouaddi, der nebenbei Mathematik studiert, gilt als eines der intelligentesten Talente Europas.
Bei Algerien könnten gleich mehrere Spieler auf sich aufmerksam machen:
- Houssem Aouar (27)
- Mohamed Amoura (26)
- Ibrahim Maza (20)
Vor allem Maza wird bereits als möglicher Nachfolger von Riyad Mahrez gehandelt.
Alajbegovic als Bosniens neue Hoffnung
Kerim Alajbegovic (18) schoss Bosnien im WM-Playoff per Elfmeter ins Turnier und gilt als neues Gesicht des bosnischen Fußballs. Bayer Leverkusen aktivierte bereits eine Rückkaufoption für den Flügelspieler.
Tottenhams Geheimwaffe aus Kroatien
Innenverteidiger Luka Vuskovic (19) gilt als eines der größten Abwehrtalente Europas. Tottenham sicherte sich den Kroaten frühzeitig, nachdem er bereits als Teenager für Hajduk Split debütierte.
US-Hoffnung Pepi
Die Gastgeber hoffen auf Tore von Ricardo Pepi (23). Der PSV-Stürmer erzielte 19 Ligatore und soll die USA bei ihrer Heim-WM möglichst weit führen.
WM-Bühne für die nächste Generation
Mit insgesamt 48 Nationen und einem Rekordfeld von 1.248 Spielern bietet die WM 2026 so vielen Nachwuchsspielern wie nie zuvor die Chance auf den internationalen Durchbruch. Viele der heute noch relativ unbekannten Namen könnten in wenigen Wochen zu den Gesichtern des Weltfußballs gehören.
Wer also nicht nur auf die etablierten Stars schauen möchte, sollte insbesondere Diomande, Mora, Paz, Manzambi, Bouaddi, Maza und Vuskovic im Auge behalten. Die Chancen stehen gut, dass mindestens einer von ihnen nach der WM zu den begehrtesten Spielern der Welt zählen wird.
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