Allgemeines

Deal or no Deal

GDJ (CC0), Pixabay
Teilen

Ein geplanter Megadeal in der Chipbranche sorgt für Kritik von Wettbewerbshütern auf der ganzen Welt: Das US-Unternehmen Nvidia will den britischen Chipdesigner Arm kaufen, dessen Technologie den Kern jedes modernen Smartphones bildet. Bisher gehörte Arm dem japanischen Telekomkonzern SoftBank und galt damit praktisch als „neutral“ – dass Arm nun in US-Hand kommen soll, beunruhigt nicht nur China.

Im Gegensatz zu Chipherstellern wie Intel lizenziert Arm Technologien an andere Unternehmen, die auf dieser Basis dann eigene Chips herstellen. Mit Erfolg: Arm-Designs sind heute in praktisch jedem Smartphone vorzufinden, egal ob von Apple, Google oder Samsung – sie alle zahlen Lizenzgebühren an Arm. Auch in Supercomputern und Servern spielt Arm, vor allem wegen Vorteilen bei der Energieeffizienz, zunehmend eine gewichtige Rolle.

Vor genau einem Jahr erklärte der japanische Telekomgigant SoftBank, sich nach dem Kauf im Jahr 2016 wieder von Arm trennen zu wollen – für 54 Milliarden US-Dollar (rund 45 Mrd. Euro) soll der Chipdesigner an das US-Unternehmen Nvidia gehen. Nvidia gilt als Spezialist für Grafikkarten, stellt aber auch eigene Chips her, etwa für autonome Fahrzeuge – und natürlich auf Arm-Basis.

China wegen Handelskrieg mit USA besorgt

Bisher galt Arm eigentlich als „neutraler“ Player auf dem Markt – wie das Technologieportal ArsTechnica schreibt, stellt der Telekomriese SoftBank keine Konkurrenz für die Arm-Lizenznehmer dar. Und im Gegensatz zu den USA befindet sich Japan mit China nicht in einem großangelegten Handelskrieg, der auch auf dem Technologiesektor mit scharfen Sanktionen verbunden ist. Während der Smartphone-Hersteller Huawei seither etwa auf das Google-Betriebssystem Android verzichten muss, wird bei den Chips in ihren Handys nach wie vor auf Arm-Designs Gesetz

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Vorsicht bei unbekannten Anrufen mit der Vorwahl +216

Verbraucherschützer und Polizei warnen aktuell erneut vor sogenannten „Ping-Calls“ aus dem Ausland....

Allgemeines

Offener Brief an die FMA Liechtenstein, die BaFin Deutschland und die FMA Österreich

Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst möchte ich mich ausdrücklich für Ihre...

Allgemeines

Amerikas Wahlkarten-Zauber: Wenn Demokratie plötzlich sehr flexibel ausgelegt wird

Der US-Supreme-Court hat entschieden, dass Alabama weiterhin eine Wahlkreis-Karte nutzen darf, die...

Allgemeines

Bitte nicht schon wieder alles kaputt machen: Miro Klose muss beim Club bleiben!

Als Fan des 1. FC Nürnberg hat man in den letzten Jahren...